City-News

Wetter grau, Rennen bunt und ein Teilnahmerekord

Wetter grau, Rennen bunt und ein Teilnahmerekord


News vom 20.04.2026 - Stand: 20.04.2026 09:32

Zum dritten Mal hintereinander wuchs der Hammer Lauf auf Rekordgröße – 1.721 und damit noch ein paar Dutzend mehr als 2025 kamen bei allen Läufen in die Ergebnislisten. Und noch mehr als im Vorjahr wurde es stellenweise eng: Das Stadion Hammer Park wird gerade saniert und konnte dieses Mal nicht genutzt werden. Also waren Start und Ziel dieses Jahr ausnahmsweise auf dem Platz des Wochenmarktes, die beiden Hammer Kirchtürme im Blick. Und bitte auf der Laufstrecke an Engpässen immer schön den Richtungspfeilen folgen und nicht in den Gegenverkehr geraten. Dann geht das!

9.00 Uhr: Vier Kinderläufe mit 670 Teilnehmerinnen und Teilnehmern (plus Eltern) machten den Auftakt. Sportlicher Nachwuchs ist also weiterhin da – Mitgliederpotential für die mitaustragende Hamburger Turnerschaft 1816, die gerade ihr 210-jähriges Bestehen feiert, für viele weitere Jahre.

Um 9.45 Uhr: Start zum Zehner. Vom Marktplatz aus mit Blick auf die beiden Kirchen, dann schräg links auf die lange Gerade Horner Weg. Mit Zuschauer-Hotspots! An der Spitze des Feldes Nr. 1819 Léo Lamy aus Lille. Nach rechts und dann auf dem Grünzug Hammer Landstraße wieder nach Westen, an der U-Bahnstation Hammer Kirche mit gleich mehreren Zuschauer-Hotspots vorbei und immer weiter bis zum Thörls Park. Dort waren in früheren Jahren Start und Ziel gewesen – heute ist hier die Wendeschleife der 5-km-Runde. Und wieder zurück nach Osten.



Im Gegenverkehr: Die Verfolger! Wieder Horner Weg zu den Kirchen, durch den Zielbogen und dann noch eine Runde durch den Hammer Park, nochmals zum Zielbogen. Und das Ganze für die Zehner zweimal. Einfacher zu laufen als es sich liest! Lamy lag am Anfang vorne und blieb es auch – in 33:44 Min. hatte er sichere 1½ Minuten Vorsprung vor Dominic Berner. Noch deutlicher gewann Teresa Williams (Die renngeräderten Raser) in 39:16 vor der Vorjahressiegerin Lena Adam (42:22) vom Triathlon Team Hamburg.

Um 11.00 Uhr, als die meisten Zehner im Ziel waren, startete nebenan im Park der Halbmarathon. „Nebenan“ musste sein, um mit einem abgemessenen Extraschlenker durch den Park aus 20 km (4 Runden zu je 5 km) schließlich 21,1 km zu machen. Und um hier die Pointe vorwegzunehmen: Es gab bei Männern wie Frauen je einen Start-Ziel-Sieg. Niklas Horstmann aus Otter preschte am Start vorneweg, Jane Endrulat aus Steinkirchen war sofort führende Frau. Horstmann machte ohne erkennbare Pausen Druck und hatte das Führungsfahrrad für sich. Noch vor Ende der ersten Runde hatte er Reinis Tops aus Hamburg eine ¾ Minute abgenommen und auf der zweiten Runde begegneten sich die beiden im Gegenverkehr an der Wendeschleife Thörls Park – schon etwa 400 m Unterschied. Um 11.31 Uhr begegnen sich Horstmann und Endrulat im Gegenverkehr auf dem Radschnellweg in der Nähe der U-Bahnstation.



11.33 Uhr: Immer noch feuert der Zuschauer- Hotspot Horner Weg Mitte an! So geht es weiter. Runde drei: Die Glocken der evangelischen Kirche an der Laufstrecke läuten (nicht wegen des Rennens, sondern wegen der fast zeitgleich zum Halbmarathon stattfindenden Konfirmation). 11.50 Uhr: Endrulat (übrigens eine Woche zuvor Siegerin über 5 km in Wilhelmsburg) ist fast uneinholbar auf ihrer dritten Runde – und begegnet erneut Horstmann im Gegenverkehr.

Zum Schluss ein haarscharfes Timing: 12.15 Uhr ist Start des 5-km-Laufes und zehn Sekunden nachdem dessen Startfeld um die Ecke gebogen ist, läuft Horstmann im Zuschauerspalier aufs Ziel zu, drückt die Stoppuhr, reißt die Arme hoch und gewinnt in 1:15:27 h, 4½ Minuten vor Reinis Tops. 1:31:43: Endrulat im Ziel, reißt die Arme hoch, drei Minuten vor Anne-Katrin Rittershofer, und es wird wuselig im Zielkanal, da nun gleichzeitig Halbmarathon- und 5-km-Läufer:innen einlaufen. Endrulat freute sich im Zielinterview über die steigernde Stimmung während des Rennens und immer wieder an den Fanblocks auf der Runde vorbeigekommen zu sein.



Meteorologisch gesehen war der Veranstaltungstag kühl und grau, vom Renngeschehen her bunt. Um 13.00 Uhr war sogar mal die Sonne hinter der Wolkendecke erkennbar. Apropos “bunt”: die Hütchen, die das Team Svens Saufnasen trug, waren die Überbleibsel eines Junggesellenabschieds. Das ist natürlich nur deswegen erwähnenswert, weil Teammitglied Jan Künne es trotz dieses Umstandes mit 16:57 aufs Treppchen auf Platz 2 schaffte (hinter SiegerJonas van den Kerkhoff, KaifuTriTeam, 16:42). Schnellste Frau über 5 km: Paula Frederike Böttcher, TSV Großenkneten, 20:43.


zurück auf Facebook teilen teilen

Das könnte dich auch interessieren