City-News
Kältehilfe von Hanseatic Help startet
News vom 29.09.2026 - Stand: 29.09.2026 11:05
17 Paletten und vier Rollwagen voll warmer Kleidung haben Hamburger am 26. September auf dem Bert-Kaempfert-Platz in Barmbek gespendet. Dort machte der Spendensammelbus seinen ersten Halt, mit dem Hanseatic Help und die Hochbahn bereits zum sechsten Mal durch die Stadt touren. Die Winteraktion #wärmegeben startet damit so früh wie noch nie. Denn der Bedarf ist groß: Neben fast 3.800 Menschen, die auf der Straße leben, gibt es in Hamburg Zehntausende, die zwar eine Wohnung, aber kein Geld für eine neue Winterjacke haben. Das sind alarmierende Zahlen.
Die Spenden des Wochenendes wurden noch vor Ort durch zahlreiche Helfer vorsortiert. In der Soziallogistik-Zentrale von Hanseatic Help in Altona werden sie ab sofort fein sortiert und an Obdachloseninitiativen, Geflüchtetenunterkünfte, Frauenhäuser und andere soziale Einrichtungen weitergegeben. Einen Teil erhalten auch die drei Hanseatic Help Stores, in denen Menschen mit geringem Einkommen kostenfrei Kleidung aussuchen können. Besonders gebraucht werden Winterjacken und wetterfeste Schuhe für Männer, Frauen und Kinder, warme Männerkleidung, Schlafsäcke und Isomatten sowie Handschuhe, Schals und Mützen.
„Die großartige Hilfsbereitschaft in Hamburg ist die Basis unserer Arbeit. Im vergangenen Winter konnten wir so rund 410.000 Artikel an Menschen in Not weitergeben“, sagt Claudia Meister, Geschäftsführerin von Hanseatic Help. „Wir sind dankbar, dass Unternehmen wie die Hochbahn mit uns an einem Strang ziehen, damit möglichst niemand in Hamburg frieren muss.“
„Eine lebenswerte Stadt entsteht durch Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung. Hanseatic Help leistet mit dem Wärmebus Jahr für Jahr einen beeindruckenden Beitrag für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Wir freuen uns, dieses wichtige Engagement seit vielen Jahren als verlässlicher Partner unterstützen zu können.“ sagt Dr. Christian Priemer, Stabsbereichsleiter Nachhaltigkeit, Hamburger Hochbahn AG.
Kälte trifft nicht nur Menschen auf der Straße
Nach dem Wohnungslosenbericht des Bundes sind in Hamburg rund 3.800 Menschen obdachlos. Kein anderes Bundesland hat im Verhältnis zur Einwohnerzahl so viele obdachlose Menschen. Weitere rund 32.000 Menschen sind wohnungslos und öffentlich untergebracht. Sie haben ein Dach über dem Kopf, aber keine eigene Wohnung.
Noch viel größer ist die Zahl derer, bei denen das Geld nicht reicht. 18,9 Prozent der Hamburger gelten als armutsgefährdet, bundesweit sind es 16,1 Prozent. Die Regelsätze wurden seit Januar 2024 nicht erhöht. Wer davon leben muss, für den wird eine neue Winterjacke schnell unerschwinglich.
Die nächsten Wärmebus-Stopps
17.10.2026, 10:30–15.30 Uhr: Volksparkstadion, Stellingen
07.11.2026, 11–17 Uhr: Tibarg-Center, Niendorf
13.12.2026, 14–17 Uhr: Urknall, Eimsbüttel
18.12.2026, 17–20 Uhr: Inselpark-Arena, Wilhelmsburg
So können Hamburger helfen
Warme Kleidung, Schlafsäcke und Isomatten nimmt Hanseatic Help auch außerhalb der Bus-Termine an: in der Soziallogistik-Zentrale, Große Elbstraße 264, dienstags bis samstags von 10 bis 18 Uhr.
Wer mit anpacken möchte, kann sich dort ehrenamtlich beim Sortieren engagieren.
Genauso wichtig sind Geldspenden. Mit ihnen kauft Hanseatic Help Artikel ein, die kaum gespendet werden, etwa Thermounterwäsche und neue Socken. Außerdem finanzieren sie die Logistik, damit Spenden schnell ankommen.
Alle Infos: hanseatic-help.org/waermegeben
zurück
teilen