City-News
Hamburg Pride stellt Programm für die Pride Week vor
News vom 07.07.2026 - Stand: 07.07.2026 16:19
Am 25. Juli startet die Pride Week in Hamburg – und diese wird noch größer, noch vielfältiger, noch politischer als im Vorjahr. Insgesamt sind mehr als 100 Veranstaltungen zu queeren Themen in der Stadt geplant, darunter Stadtführungen, Gottesdienste, Konzerte, Flohmärkte, Workshops, Diskussionsrunden, Informationsabende, Vernetzungstreffen, Stand-Up-Comedy, Lesungen, Partys, das CSD-Straßenfest und die CSD-Demo.
„Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst“, lautet das CSD-Motto 2026. Damit ruft Hamburg Pride e.V. zu mehr Zusammenhalt in der queeren Community und der gesamten Gesellschaft auf. Obwohl Gewalt gegenüber queeren Menschen in Hamburg und deutschlandweit zunimmt und CSD-Demonstrationen immer häufiger das Ziel von Angriffen werden, fährt die Bundesregierung ihre Unterstützung für queere Communities zurück.
Höhepunkte der Pride Week:
Hamburg zeigt Flagge, 24. Juli – 3. August Traditionell läutet die Aktion „Hamburg zeigt Flagge“ die Pride Week ein: Am Rathaus wird am 24. Juli um 11.30 Uhr die Regenbogenfahne gehisst. Auch das Gewerkschaftshaus und andere Institutionen, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen hissen Flaggen, um ihre Solidarität mit der queeren Community auszudrücken.
Pride Night, 25. Juli
Die offizielle CSD-Eröffnung hat eine neue Location: Zum ersten Mal findet die Pride Night im geschichtsträchtigen Curio-Haus an der Rothenbaumchaussee statt. Unter dem funkelnden Kronleuchter des Ballsaals begrüßen die Moderator*innen Annie Heger und Brix Schaumburg eine Reihe illustrer Gäste auf der Bühne zu Musik, Performance und Talks. Auf der Pride Night werden die Pride Awards für herausragendes queeres Engagement vergeben: Der Ehren-Pride-Award geht an die Schauspielerin, Kabarettistin und Satirikerin Maren Kroymann, eine der ersten prominenten lesbischen Persönlichkeiten im deutschen Fernsehen. Sie hat sich bereits 1993 öffentlich geoutet – zu einer Zeit, in der queere Lebensrealitäten in den Medien nahezu unsichtbar waren. Seitdem trägt sie mit Humor und Haltung Themen wie Gleichberechtigung, Geschlechterrollen und Diversität in die Mitte der Gesellschaft.
Auf der Bühne werden u.a. die iranische Sängerin Faravaz, der Musikperformer A Simple Black Boy (SIBB), Slam Poet*in Sammy Rivers und Boylesque-Künstler*in The Dia Show erwartet. Tickets sind im Vorverkauf erhältlich und kosten 35 Euro.
Pride House, 26. – 30. Juli Workshops, Lesungen, Diskussionsrunden
Gut 30 Veranstaltungen finden während der Pride Week im Pride House in den Räumen des Integrations- und Familienzentrums (IFZ) und des Jugendzentrums Schorsch in der Rostocker Straße 7 statt. Alle Veranstaltungen haben freien Eintritt.
Regenbogentag auf dem Sommer-Dom, 30. Juli
Der Regenbogentag auf dem Sommer-DOM feiert Geburtstag: Die bunte Parade auf dem Heiligengeistfeld findet zum zehnten Mal statt. Mit der Aktion sorgt Hamburg Pride e.V. für queere Sichtbarkeit auf dem größten Volksfest des Nordens. Start: 19 Uhr am Riesenrad.
Dyke* March, 31. Juli
Das Lesbennetzwerk Hamburg ruft zum elften Dyke* March für lesbische* Sichtbarkeit auf. Der Begriff Dyke* steht für Lesbe, queere Frau und frauenliebende Frau. Durch die Mehrfachdiskriminierung als Frau und als Lesbe* werden Lesben* häufig unsichtbar gemacht. Der Dyke* March kämpft für eine offene, diverse und faire Gesellschaft, die Lesben* teilhaben lässt und sichtbar macht. Treffpunkt: 18.30 Uhr, Gänsemarkt.
CSD-Wochenende, 31. Juli - 2. August Das Straßenfest findet wieder auf dem Rathausmarkt, Jungfernstieg und am Ballindamm statt – als Veranstaltung des gesellschaftlichen Austauschs und des Feierns für Vielfalt und Menschenrechte. Auf der CSD-Bühne am Rathausmarkt hält Hamburg Pride e.V. am 31. Juli um 19.45 Uhr die politische Kundgebung zum CSD-Motto „Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst.“ Zu den musikalischen Höhepunkten gehört ab 20 Uhr der Auftritt der Mannheimer Sängerin LOI.
Die CSD-Demo, bei der wieder rund 250.000 Menschen auf den Straßen erwartet werden, findet am 1. August ab 12 Uhr statt. Startpunkt ist erneut die Lübecker Str. / Ecke Mühlendamm. Anschließend führt die Demo über den Steindamm, Kreuzweg, Steinstr., Mönckebergstr. und Glockengießerwall zur Lombardsbrücke.
Das CSD-Finale findet mit dem Pink Pauli Festival auf St. Pauli statt, der offiziellen CSD-Abschlussparty. 15 Locations versammeln namhafte Partyveranstalter*innen, DJs und Djanes, Drag Queens und Influencer*innen der Hamburger Szene auf dem Kiez. Das Party-Festival findet u.a. auf dem Spielbudenplatz, im Schmidt‘s Tivoli, der Mojo Club, dem Sommersalon und in der WunderBar statt.
zurück
teilen