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Gehwege Hundertmännerstraße werden saniert

Gehwege Hundertmännerstraße werden saniert


News vom 10.04.2026 - Stand: 10.04.2026 12:03

Die Hundertmännerstraße steht vor einer umfassenden Neuerung: Ab dem 20. April 2026 beginnen die Bauarbeiten zur Sanierung der Gehwege zwischen dem Knoten Saarplatz und der Kreuzung Bei der Tweel/ Engelstraße. Altersbedingte Schäden, Wurzelaufwölbungen und abgesackte Böschungen machen die Maßnahme unaufschiebbar und zwingend erforderlich.

Die rund 500 Meter lange Strecke ist eine wichtige Verbindung im Rostocker Straßennetz. Täglich nutzen etwa 6.500 Fahrzeuge die Straße, hinzu kommen zahlreiche Fußgänger sowie Radfahrende. Seit Oktober 2025 sorgt zudem die Buslinie 26 für eine direkte Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und der Ulmenstraße. Mit Wohnhäusern, kleinen Geschäften und dem nahegelegenen Lindenpark ist das Umfeld lebendig und stark frequentiert.

Eine besondere Herausforderung stellen die geschützten Alleebäume dar, deren Wurzeln die Gehwege über Jahre hinweg stark angehoben und beschädigt haben. Da die Bäume direkt am Fahrbahnrand stehen, ist ein Neubau an gleicher Stelle nicht möglich. Die Lösung: Die neuen Geh- und Radwege werden künftig etwas von der Straße abgerückt und verlaufen im Bereich der heutigen Böschungen. Der prägende Alleebaumbestand bleibt auf diese Weise erhalten und wird während der Bauarbeiten besonders geschützt.



Neben neuen Gehwegen entstehen auch gemeinsame Geh- und Radwege, eine neue Treppenanlage sowie eine Stützwand im Bereich der Brücke. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit deutlich zu erhöhen und gleichzeitig eine durchgängige Barrierefreiheit zu schaffen. Dabei setzt die Stadt konsequent ihre eigenen, bundesweit beachteten Standards für barrierefreies Bauen im öffentlichen Raum um.

Auch die Beleuchtung wird modernisiert, Böschungen werden gesichert und Belange des Natur- und Artenschutzes sowie des Denkmalschutzes rund um den Lindenpark werden berücksichtigt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf nachhaltigem Bauen: So wird unter anderem vorhandenes Fräsgut wiederverwendet, um Ressourcen zu schonen und Materialien effizient einzusetzen.

„Mit der Sanierung der Hundertmännerstraße schaffen wir sichere und barrierefreie Wege für alle Verkehrsteilnehmenden – und das im Einklang mit Natur- und Denkmalschutz. Besonders wichtig ist uns der Erhalt des prägenden Alleebaumbestandes, der das Stadtbild maßgeblich bestimmt. Gleichzeitig investieren wir gezielt in eine nachhaltige und zukunftsfähige Infrastruktur“, erklärt Dr. Ute Fischer-Gäde, Senatorin für Stadtplanung, Bau, Klimaschutz und Mobilität.

Die Arbeiten erfolgen in zwei Bauabschnitten: Start ist im April 2026 nördlich der Bahnbrücke, zunächst auf der Lindenparkseite. Der zweite Abschnitt folgt dann im Jahr 2027. Während der Bauzeit wird es zu Verkehrseinschränkungen sowie zu zeitweilig eingeschränkten Zufahrten und Zugängen kommen. Die Investitionen belaufen sich für alle vier Teilbauabschnitte auf insgesamt rund 1,2 Millionen Euro.


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