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Theaterpredigt mit der Landesbischöfin der Nordkirche

Theaterpredigt mit der Landesbischöfin der Nordkirche


News vom 17.06.2026 - Stand: 17.06.2026 08:42

Theaterpredigt mit der Landesbischöfin der Nordkirche zur
spartenübergreifenden Inszenierung „Die Dreigroschenoper“
am Sonntag, den 21. Juni 2026 um 11.30 Uhr im Theaterzelt am Küchengarten
 
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt ist am Sonntag, den 21. Juni um 11.30 Uhr zum dritten Mal mit einer Theaterpredigt zu Gast am Mecklenburgischen Staatstheater. Anlässlich der spartenübergreifenden Inszenierung „Die Dreigroschenoper“ mit dem Schauspielensemble und der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin wirft die Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, einen christlich-theologischen Blick auf Bertolt Brechts und Kurt Weills berühmtes Werk. Im Theaterzelt erwartet das Publikum keine klassische Predigt, wie man sie aus der Kirche kennt, wohl aber Gedanken und Reflexionen aus theologischer Sicht auf Patrick Wengenroths Inszenierung der „Dreigroschenoper“. Dabei spürt sie anhand der in Dialogen und Liedtexten verarbeiteten Gedanken Brechts über „die Unsicherheit menschlicher Verhältnisse“ ethischen Fragen nach. „Wer wollt auf Erden nicht ein Paradies? / Doch die Verhältnisse, gestatten sie’s?“ (Peachum in „Die Dreigroschenoper“). Anders als bei einer Predigt in einer Kirche dient eine Theaterinszenierung als Anlass, um über konkrete Themen, Erfahrungen und den Glauben in den Dialog zu treten und einen Standpunkt zu Kunst und Theater einzunehmen.
 
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt freut sich auf die kommende Theaterpredigt: „In der Dreigroschenoper wird uns in aller Nüchternheit vor Augen geführt, wie brüchig menschliche Verhältnisse sein können – und wie schnell wir uns mit ihnen arrangieren oder meinen arrangieren zu müssen. Gerade darin berührt mich die Dreigroschenoper auch als Theologin. Denn der christliche Glaube erinnert an die unverlierbare Würde jedes Menschen und an die Sehnsucht nach wahrhaftigen Beziehungen und gerechten Verhältnissen, die wohl niemanden unberührt lässt. In der Theaterpredigt möchte ich dieser Spannung nachgehen – und dem tröstlichen Potential, das die schonungslose Diagnose Brechts in sich trägt.“
 
Die in Braunschweig geborene Kristina Kühnbaum-Schmidt studierte Evangelische Theologie in Göttingen und Berlin. Nach einer zweijährigen Tätigkeit als Hochschulassistentin für Neuere und Neueste Kirchengeschichte an der Kirchlichen Hochschule Berlin absolvierte sie ihr Vikariat in der Braunschweiger Landeskirche und wurde 1995 im Dom zu Braunschweig ordiniert. 2013 bis 2019 war sie Regionalbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) in Südthüringen, bevor sie nach Ihrer Wahl durch die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) am 1. April 2019 ihr Amt als Landesbischöfin und Vorsitzende der Kirchenleitung der Nordkirche antrat. Ihre Predigtstätten sind der Dom zu Schwerin und der Dom zu Lübeck. Im November 2019 wurde sie zur stellvertretenden Leitenden Geistlichen der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) gewählt. Seit Mai 2022 hat sie das Amt der Beauftragten für Schöpfungsverantwortung der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) inne. Kristina Kühnbaum-Schmidt ist Vizepräsidentin des Lutherischen Weltbundes (LWB) und Vorsitzende des Deutschen Nationalkomitees des LWB sowie Zweite Präsidentin der Luther-Gesellschaft e.V. in Deutschland und damit Mitherausgeberin der Zeitschrift LUTHER.
 
Der Eintritt zur Theaterpredigt am 21. Juni ist kostenlos. Platzkarten gibt es über die Theaterkasse.

 

 


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