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Wiedereröffnung des Westflügels im Schloss Ludwigslust

Wiedereröffnung des Westflügels im Schloss Ludwigslust


News vom 12.03.2026 - Stand: 12.03.2026 13:09

Location: Schlossgarten Ludwigslust


Mit dem Rauschen der Kaskaden heißt Schloss Ludwigslust seine Gäste willkommen. Inmitten des weitläufigen Schlossparks erhebt sich das spätbarocke Schloss mit seiner eindrucksvollen Sandsteinfassade. Errichtet wurde es zwischen 1772 und 1776 unter der Regie von Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin. Die Geschichte des Ortes begann jedoch bereits früher: 1735 wurde an der damals noch Klenow genannten Stelle ein kleines Jagdschloss vollendet. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte ließ Herzog Christian Ludwig II. die Anlage erweitern und gab ihr den Namen „Ludewigs-Lust“. Sein Sohn und Nachfolger Friedrich entschied schließlich, sich aus der Residenzstadt Schwerin hierher zurückzuziehen und das Werk seines Vaters zu vollenden. Neben der Hofkirche, einer neuen Siedlung und der Erweiterung des Gartens ließ er ein völlig neues Schloss errichten, dessen Formen auf Entwürfe des französischen Stararchitekten Jean-Laurent Le Geay zurückgehen.



Heute zählt Schloss Ludwigslust zu den sechs geöffneten Schlossmuseen der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern. In den vergangenen Jahren wurde das Schloss umfassend restauriert und saniert, ebenso der barocke Schlosspark, der ebenfalls eine aufwendige Wiederherstellungsphase durchlaufen hat. Die Arbeiten wurden durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Europäische Union gefördert. Bereits 2016 konnte der Ostflügel des Schlosses wieder für Besucher geöffnet werden, während der Westflügel und die Mittelachse der Festsäle aufgrund der Bauarbeiten geschlossen bleiben mussten.
Im Frühjahr 2026 sind nun auch hier die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen. Mit der feierlichen Wiedereröffnung des Westflügels am 30. Mai 2026 wird das Schloss erstmals in seiner Geschichte in einem durchgehenden Rundgang zugänglich sein und damit in seiner gesamten Pracht erlebt werden können. Jahrzehntelange Forschungsarbeiten, die sowohl den Bau als auch seine früheren Bewohnerinnen und Bewohner in den Mittelpunkt stellten, spiegeln sich in den restaurierten Räumen wider.

Im Goldenen Saal lassen fünf große Kristalllüster die vergoldeten Dekorationen aus Papiermaché an Wänden, Decken, Spiegeln und monumentalen Säulen eindrucksvoll erstrahlen. Der kunstvoll gearbeitete Parkettfußboden diente einst als Bühne für prunkvolle Bälle und Konzerte. Auch die Appartements im Ost- und Westflügel beeindrucken mit filigranen Zierelementen. In den restaurierten Räumen mit ihren historischen Möbeln wird das höfische Leben des ausgehenden 18. Jahrhunderts wieder lebendig. Besonders sehenswert sind die nach originalen Befunden rekonstruierten Seidenbespannungen und Papiertapeten. Ein weiteres Highlight der neuen Ausstellung ist das Goldene Déjeuner von Helena Paulowna, das nach rund 200 Jahren nach Schloss Ludwigslust zurückgekehrt ist.
Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, diese und viele weitere Besonderheiten der neuen Museumsausstellung zu entdecken und in die Zeit des Barocks und des Klassizismus einzutauchen.
Weitere Informationen unter: www.mv-schloesser.de

 


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