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Review: Black Sea Dahu - I Am My Mother

Review: Black Sea Dahu - I Am My Mother


Eintrag vom 11.01.2022 - Stand: 04.02.2022 11:00

Nichts ist so beständig wie der Wandel.

Mit dem Album “I Am My Mother” liefert die sechsköpfige Schweizer Band Black Sea Dahu* rund um Sängerin Janine Cathrein (*kennt ihr vielleicht schon vom Transit Festival an der Burg Klempenow) eine wilde und zugleich warme Mischung an Musikgenres und spannenden Kompositionen. Berührender Folk trifft mit seinen leisen Umarmungen gerne auch direkt auf großes Geschütz - orchestrale, energische Instrumentierungen, Streicher, Piano, Rhythmen, dynamisch und mitreißend wie ein mächtiger Sturm. Jedes einzelne Streichinstrument dieser einzigartigen Werke wurde übrigens von Janine und ihrem Bruder Simon eingespielt.
 



“I Am My Mother” ist eine ehrliche, verletzliche Platte, mit leider nur sieben Tracks, in der sich die Künstlerinnen und Künstler selbst reflektieren, aber auch ihre Umwelt und unserer aller Gesellschaft hinterfragen.

Die ungewöhnliche Stimme Cathreins führt uns, ab der ersten Sekunde, an der Hand durch eine magische, fast düstere Welt. Zu Teilen erwecken ihre rauen vokalen Ausführungen bunte Erinnerungen an Tracy Chapman, aber auch Florence + The Machine und Anohni (ehemals Antony and the Johnsons). Ein Soundtrack wie für "Alice im Wunderland".

Fazit: Die Tracklist ist mit sieben Songs und zirka 32 Minuten Spielzeit definitiv zu kurz für eine LP nach unserem Geschmack. Dennoch: "Ì Am My Mother" enthält so viel Diversität und Schönheit, soviel Donner, soviel Blitz - Reinhören lohnt sich also allemal!

(T: MF, F: Paum Maerki)

 

4 von 5 piste-Männchen für 

Black Sea Dahu - I Am My Mother

erscheint am 25.02.2022

 

Schau dir hier die Akustik-Liveversion von "Transience" an! --->

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