City-News
Im Gespräch mit Allegra Leeroy
News vom 01.01.2026 - Stand: 01.01.2026 23:06
PISTE FRAGT...ALLEGRA
Das piste-Interview mit der Goa DJane Allegra Leeroy zu persönlichen Einblicken zur Person, Profession, Szene, Zielen und mehr.
PISTE FRAGT: Was gefällt dir an Lübeck?
ALLEGRA: Ich bin gebürtige Lübeckerin und liebe an meiner Heimat besonders die Strände, die Küste und natürlich die Altstadt. Vor allem schätze ich, dass in Lübeck alles gut erreichbar ist, da die Stadt nicht sehr groß ist – das verleiht ihr eine besondere Lebensqualität.
PISTE FRAGT: Wenn du keine Musik machst, was machst du sonst?: ALLEGRA: Hauptberuflich arbeite ich in der Verwaltung. In meiner Freizeit treibe ich sehr viel Sport und trainiere intensiv, denn das gibt mir enorm viel Energie für den Alltag. Sport ist für mich ein echtes Lebenselixier.
PISTE FRAGT: Was war dein bisher größter Auftritt?
ALLEGRA: Zu meinen bisher größten Auftritten zählen Neelix and Friends in der MuK Lübeck, das Edelfettwerk Hamburg auf der Mainstage sowie die Gollanwerft Lübeck – ebenfalls auf der Mains- tage.
PISTE FRAGT: Was verbindet dich mit der Musik und wie bist du dazu gekommen?
ALLEGRA: Musik begleitet mich bereits seit meiner Kindheit. Ange- fangen habe ich mit Klavier und Schlagzeug. Mit 17 Jahren kam ich erstmals mit der Goa-Szene in Berührung – und in diesem Moment wusste und spürte ich, dass das meine Leidenschaft ist. Es war ein tiefes Gefühl. Ich wusste damals noch nicht genau, wie ich diesen Weg gehen würde, aber ich wusste, dass ich diese Musik machen und fühlen möchte. Musik verbindet – sie verbindet Menschen und sie verbindet Liebe. Es ist ein Lebensstil, nicht einfach nur Musik, die im Club läuft. Man lebt wirklich danach.
PISTE FRAGT: Ist es schwieriger als Frau aufzulegen oder wie ist deine Erfahrung in der Musikszene?
ALLEGRA: Ob es als Frau in der Szene schwieriger ist, lässt sich für mich schwer sagen. Meine bisherigen Erfahrungen sind durchweg positiv: Ich wurde gut gebucht und konnte mich erfolgreich positio- nieren. Einen großen Anteil daran hat auch mein Label 7sd Records, dem ich es zu verdanken habe, in diesem Jahr viele größere Boo- kings erhalten zu haben.
PISTE FRAGT: Was ist eingeplant für dich für das Jahr 2026? ALLEGRA: Für 2026 ist natürlich wieder die Galaktika fest einge- plant. Im Sommer stehen außerdem große Highlights wie das AYCD Festival sowie das Volume X Festival auf dem Plan. Das sind aktuell die größten Auftritte, die bereits fest im Raum stehen. Darüber hinaus sind noch weitere Shows für 2026 geplant, zu denen ich momentan noch auf Rückmeldungen warte.
PISTE FRAGT: Was wäre mal dein absoluter Traum wo auf der Büh- ne zu stehen?
ALLEGRA: Ein ganz besonderer Traum von mir ist es, in Brasilien zu spielen – am liebsten auf dem Universo Paralello Festival. Das wäre für mich das absolute Next Level und ein riesiger Meilensteinauf mei- nem Weg. Dieses Ziel verfolge ich mit voller Überzeugung. Ebenso stehen Festivals wie das Airbeat One und Indian Spirit Festival ganz oben auf meiner Wunschliste. Mein größter Traum bleibt
jedoch, mir in Brasilien nachhaltig einen Namen zu machen und dort Fuß zu fassen.
PISTE FRAGT: Was hörst du für Musik wenn du nicht Goa Musik hörst?
ALLEGRA: Musikalisch liebe ich die 2000er. Das war einfach mei- ne Zeit. Künstler und Künstlerinnen wie Usher, Ne-Yo, Rihanna oder Eminem haben mich geprägt und begleiten mich bis heute. Diese
Musik fühle ich immer noch genauso wie damals.
PISTE FRAGT: Welche Künstler würdest du mal gerne treffen? ALLEGRA: Es gibt einen Künstler, mit dem ich unglaublich gerne ein Collab machen würde: Aura Vortex. Für mich ist er – wenn man das so sagen darf – ein wahrer Gott in dieser Szene. Seine Arbeit ist außergewöhnlich, sein Sound einfach episch. Jedes Mal, wenn ich seine Tracks höre, bekomme ich Gänsehaut. Für mich sind seine Songs Kunstwerke. Ich kann mich stark mit seiner Musik identifizieren und spiele seine Tracks sehr gerne auf der Stage. Es fühlt sich an, als würde er mit jeder Nummer eine Geschichte erzählen – und genau das berührt mich jedes einzelne Mal. PISTE FRAGT: Wie bist du in die Szene gekommen?
ALLEGRA: Wie ich in die Szene gekommen bin? Eigentlich ist das eine ganz witzige Geschichte. Es war eine Nacht mit mei- nen Freunden und meiner Schwester, damals noch in der Ziegelei Groß Weeden. Wir waren feiern, hatten einen richtig guten Abend und waren eigentlich vollkommen im Moment. Spontan kam mei- ne Schwester dann auf die glorreiche Idee, noch weiterzufahren – ins EishausLübeck. Dort fand an diesem Abend eine Goa-Veran- staltung von Traumwelten Events statt. Ich war anfangs überhaupt nicht begeistert und wollte eigentlich gar nicht mit. Doch ich ließ mich schließlich überreden – zum Glück, wie sich später heraus- stellen sollte. An diesem Abend spielten unter anderem Fabio & Moon (damals noch) sowie Ranji. Ich wusste gar nicht wer die Künstler waren. Schon nach den ersten Momenten war ich voll- kommen verzaubert von der Musik. Ich wusste nur nicht, wie man sich dazu bewegt, wie man darauf tanzt. Irgendwann habe ich aufgehörtnachzudenken und meinen Körper einfach machen las- sen. Ich habe meinen eigenen Rhythmus gefunden – und genau in diesem Moment habe ich mich in die Musik verliebt. Aber nicht nur in die Musik. Auch in den Vibe, die Menschen, die Energie und alles, was dazugehört.Ich konnte einfach ICH sein. Es fühlte sich an, als würde ich in eine völlig andere Welt eintauchen. Eine Welt voller Freiheit, Verbundenheit und Magie. Dieser Moment war einfach unglaublich – und hat alles verändert.
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