piste Lübeck 07/2019
042 PISTE.DE Fotos: 1 2017 Daniela Fotografie | 2 master1305 - stock.adobe.com | 3 - 6 Ewa‘s Esicaf#e Sandbar | 7 Clemens Dietrich FRANZISKA RAABE BERUFSWAHL STATT BERUFSQUAL Du stöberst auf Jobmessen oder holst dir Inspi- ration in Social Media Kanälen wie Instagram, Youtube und Facebook? Klar kennst du viele Berufe, aber WAS PASST ZU DIR? Diese Frage beschäftigt nicht nur dich. Wäre es nicht schön, wenn es bereits in deiner Schule ein Konzept geben würde, das dich unterstützt, deine Fra- gen zu beantworten? Ein Konzept zur Berufso- rientierung, das dich nicht über irgendwelche Berufe informiert, die dich nicht wirklich inter- essieren? Dann lies gern weiter… Eines ist klar: Jeder Beruf ist wichtig. Doch einfach nur ein Job, das sollte es nie sein! Warum, sagte bereits Konfuzius: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“ Ich schreibe ab heute jeden Monat darüber, wie ich die Berufsorientierung mit einem taufrischen Konzept auf den Kopf stellen werde. Im letzten Jahr machten bereits 187 SchülerInnen aus 3 Jahrgängen mit. Im dreiteiligen Kon- zept geht es darum, von Erfahrungen anderer zu LERNEN und so seinen eigenen Berufs-/Lebensweg aktiv zu gestal- ten. Das ist wichtig, weil die bisherigen Aktivitäten der Berufsorientierung allein scheinbar nicht ausreichen. Trotz Praktika, Berufswahlpass, Girls-/Boysday und Jobmessen gibt es viel zu viele Ausbildungs- und Studienabbrecher. Das macht natürlich weder dich noch die Ausbildungsbe- triebe, Universitäten und Hochschulen glücklich. Warum Berufswahl statt Berufsqual? Damit Berufsorientierung in der Schule zu der Welt passt, in der wir leben. Aber vor allem, damit du findest was du liebst. Denn nur in einem Beruf, der zu dir passt, kannst du: - richtig gut werden und Erfolge feiern, - an mehreren Tagen im Jahr zufrieden Feierabend machen, - anstrengende Tage überstehen. Allerdings wirst du vermutlich deinen Traumjob noch erfin- den müssen, denn unsere Welt hat sich rasant verändert und wird es weiterhin tun. Werde zum Gestalter deiner Zukunft und komm mit auf die Reise im Heißluftballon … MEIN CHEF ICH UND DIE ARBEIT DARF ICH PAKETE AUF ARBEIT EMPFANGEN? Arbeitsrecht alltäglich Im Arbeitsrecht gibt es viele Fallstricke. Dabei gibt es auf viele Fragen eher die Standard-Juristen-Antwort: „Es kommt darauf an“. Dabei ist es häufig sinnvoll, miteinander zu reden und aufeinander zuzugehen. Es ist ja so praktisch: Die meiste Zeit ist man sowieso auf Arbeit – kann man sich da nicht die Bestel- lungen dahin liefern lassen? Dann muss man nicht in der Freizeit zum Paketdienst laufen, um die ver- passte Sendung abzuholen. Da kann doch niemand was dagegen haben? Im Prinzip ja, aber… Man ist nor- malerweise auf Arbeit, um dort, naja, zu arbeiten. Das Empfangen von Paketen dagegen ist eine Pri- vatsache, die auf Arbeit erstmal nichts zu suchen hat. Da der Paket- bote auch nicht auf die Mittags- pause wartet, um seine Sendung abzugeben, ist man wahrscheinlich gerade beschäftigt, während die Bestellung ankommt. Also wird man notwendigerweise in seiner Arbeit unterbrochen, was unter Umstän- den sehr störend sein kann. Manchmal werden auch – je nach Übersichtlichkeit – Pakete gar nicht beim Empfänger abgegeben, son- dern beim Empfang, bei Vorzimmer- menschen oder Kollegen, die dann die Arbeit für Privatangelegenhei- ten anderer unterbrechen. Auf der anderen Seite: Man kann miteinander sprechen. Es gibt sicher in Einzelfällen Ausnahmen, wenn man sich mit dem Chef abspricht. Man sollte dann aller- dings auch sicherstellen, dass es mit wenig Aufwand verbunden ist – und man von der Bestellung im Anschluss nicht völlig von der Arbeit abgelenkt ist. Das Auspacken und Aus- oder Anprobieren sollte man wirklich erst zu Hause machen. 1 2 1 JOB & ZUKUNFT | RATGEBER
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