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Bürgermeisterwahl in Schwerin: Sieben Kandidaten bewerben sich um das Amt

Bürgermeisterwahl in Schwerin: Sieben Kandidaten bewerben sich um das Amt


News vom 30.03.2026 - Stand: 30.03.2026 15:41

Am 12. April 2026 wählen die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt Schwerin ein neues Stadtoberhaupt. Rund 79.000 Wahlberechtigte sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Sollte kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichen, findet am 26. April eine Stichwahl statt. Die Neuwahl wurde notwendig, nachdem der bisherige Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) im September 2025 überraschend zurückgetreten war.
Insgesamt sieben Kandidatinnen und Kandidaten treten zur Wahl an – mit unterschiedlichen politischen Hintergründen und inhaltlichen Schwerpunkten.

Für die CDU geht Sebastian Ehlers ins Rennen. Der 43-jährige gebürtige Schweriner ist seit vielen Jahren kommunalpolitisch aktiv, Stadtpräsident und Landtagsabgeordneter. Ehlers sieht in der Stadt großes ungenutztes Potenzial und fordert vor allem mehr Investitionen, eine aktivere Stadtentwicklung sowie mehr Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern. Auch das Thema Sicherheit, etwa durch verstärkte Videoüberwachung, spielt in seinem Programm eine Rolle.
Petra Federau tritt für die AfD an. Die 56-Jährige ist ebenfalls in Schwerin verwurzelt, sitzt seit Jahren in der Stadtvertretung und im Landtag. Sie möchte nach eigenen Aussagen die Probleme der Stadt offen ansprechen und stärker auf Themen wie Sicherheit, Ordnung und Migration eingehen. Zudem sieht sie großes Potenzial in der Weiterentwicklung des Welterbes Schwerin.
Massimo De Matteis kandidiert für die Partei Volt. Der Jurist lebt seit über 20 Jahren in Schwerin und war im öffentlichen Dienst tätig. Sein Fokus liegt auf einer bürgernahen Verwaltung, der Konsolidierung des Haushalts und einem stärkeren gesellschaftlichen Zusammenhalt. Zudem setzt er sich für eine stärkere europäische Perspektive auf kommunaler Ebene ein.
Für die SPD, unterstützt von den Linken, tritt Mandy Pfeifer an. Die 48-Jährige ist in Schwerin aufgewachsen, sitzt in der Stadtvertretung und im Landtag. Sie steht für Kontinuität und möchte die Stadt sozial, tolerant und weltoffen weiterentwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt für sie auf Chancengleichheit und Bürgernähe.
Als unabhängiger Kandidat bewirbt sich Lars Schubert um das Amt. Der 56-Jährige war bereits früher politisch aktiv und sieht in Schwerin weiterhin viele ungelöste Probleme. Er fordert einen grundlegenden Neuanfang in der Stadtpolitik, mehr Eigenverantwortung und eine stärkere Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungsprozesse.
Heiko Steinmüller, ebenfalls parteilos, ist seit mehreren Jahren Mitglied der Stadtvertretung und bezeichnet sich selbst als Außenseiter im Kandidatenfeld. Der gelernte Maurer und Gastronom setzt sich insbesondere für die Entschuldung der Stadt, eine effizientere Verwaltung und den Ausbau von bezahlbarem Wohnraum ein.
Mit Aileen Wosniak tritt eine weitere Kandidatin an, die für neue Perspektiven in der Stadtpolitik steht. Die promovierte Psychotherapeutin aus Schwerin setzt sich für soziale Gerechtigkeit, eine stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie für Umwelt- und Tierschutz ein. Sie sieht vor allem in der sozialen Spaltung der Stadt eine zentrale Herausforderung.
Die Bürgermeisterwahl 2026 gilt als richtungsweisend für die zukünftige Entwicklung Schwerins.

 


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