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Nach der Schule: Studium oder Ausbildung?

Nach der Schule: Studium oder Ausbildung?


Eintrag vom 18.02.2021 - Stand: 18.02.2021 12:12

[txn] Seit Jahren drängen Schüler an die Hochschulen, immer weniger junge Leute entscheiden sich für einen Ausbildungsberuf. Es herrscht die Ansicht: Wer studiert, macht Karriere und verdient viel. Das gilt jedoch nur, wenn das Einkommen über das ganze Arbeitsleben hinweg betrachtet wird; Akademiker überholen im Schnitt erst mit 31 Jahren die ehemaligen Lehrlinge, in manchen Branchen dauert es sogar noch länger. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Vergütungsfachleute von Gehalt.de. Zudem zweifelt laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung ein Drittel der Studierenden daran, dass sie ihr derzeitiges Studium erfolgreich abschließen werden. Deshalb rät Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad allen Abiturienten dazu, sich so früh wie möglich mit dem Thema Zukunftsplanung auseinanderzusetzen. „Es gibt heute viele Möglichkeiten durchzustarten - auch mit einer Berufsausbildung“, weiß die Arbeitsmarktexpertin. Hinterher stehen viele Wege offen, außerdem locken attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten, mit denen Fachkräfte die Gehaltsleiter auch schnell raufklettern. Der Meister des Handwerks etwa verdient im Schnitt während seiner Lebensarbeitszeit mindestens ebenso viel wie ein Bachelor-Absolvent. Gut zu wissen: mit einem dualen Studiengang gibt es sogar die Chance, im Beruf zu sein und einen akademischen Abschluss zu erreichen. Nirgendwo sonst sind Theorie und Praxis so eng miteinander verzahnt. Davon profitieren Unternehmen ebenso wie Studierende. Um herauszufinden, welche Branche infrage kommt und welcher Beruf der passende ist, sollten Schüler zuerst ihre Stärken und Schwächen sowie Interessen gründlich analysieren. Dabei helfen Berufsberater der Arbeitsagenturen, aber auch Eltern und Freunde.



Praktikum - der erste Schritt zur Lehrstelle

[txn] Die eigenen Vorlieben und Begabungen in der Praxis testen, Berufsfelder und berufliche Anforderungen kennenlernen - es gibt viele Gründe, die für ein Praktikum sprechen. „Es ist auch eine tolle Chance, um bei Unternehmen Eindruck zu machen“, weiß Petra Timm, Sprecherin des Personaldienstleisters Randstad. Besonders im Handwerk ist der persönliche Eindruck entscheidend und ein mehrtägiges Praktikum nicht selten Einstellungsvoraussetzung: „Die Betriebe möchten wissen, wie schnell ein Bewerber begreift, wie praktisch er veranlagt und wie zuverlässig er ist“, so Petra Timm. Welches Unternehmen in der Nähe ein Praktikum anbietet, lässt sich über die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer der jeweiligen Region in Erfahrung bringen. Hilfreich sind auch die Berufsberater der Agentur für Arbeit und Berufswahlmessen. Ist eine Firma ins Auge gefasst, führt der Weg über einen Anruf und die schriftliche Bewerbung - auch wenn aktuell kein Praktikumsplatz ausgeschrieben ist. Interessenten bringen ihre Unterlagen am besten persönlich vorbei. Damit beweisen sie Engagement und haben den ersten Fuß in der Tür zum Ausbildungsplatz.



Was bei der Bewerbung  wichtig ist

[txn] Eine Bewerbung bedeutet immer auch Werbung in eigener Sache. Es gilt, den potenziellen Ausbildungsbetrieb von den eigenen Kompetenzen, der tatsächlichen Leistungsmotivation und der Persönlichkeit eindrucksvoll zu überzeugen. Hierzu gehören passende Bewerbungsunterlagen, die individuell für die jeweilige Lehrstelle ausgearbeitet werden sollten. Vor allem drei Dinge sind laut Petra Timm, Sprecherin des Personaldienstleisters Randstad, zu beherzigen: Die Bewerbung sollte vollständig, ordentlich und übersichtlich sein, um mit ihr zu punkten. Deshalb sind Flecken, Knicke und Risse zu vermeiden. Auch „Loseblattsammlungen“ kommen nicht gut an. Empfehlenswert sind Klemmmappen bzw. für die Online-Bewerbung die Zusammenfassung in einer PDF-Datei. Darin enthalten sind dann das Anschreiben, der Lebenslauf, das Schulzeugnis und Nachweise über absolvierte Praktika oder ehrenamtliches Engagement.

Fotos: Pexels/andreapiacquadio [3]

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