Piste Rostock 02/2026

© Fotos: Pexels/AndreaPiacquadio[2] Der Schulabschluss ist zum Greifen nah, und mit ihm kommt diese eine große Frage, die sich irgendwie gleichzeitig aufregend und beängstigend anfühlt: Wie geht es jetzt weiter? Ausbildung oder Studium? Viele tun so, als müsste es darauf eine eindeutige, allgemeingültige Antwort geben. Aber die Wahrheit ist viel entspannter: Es gibt kein „besser“ oder „schlechter“ – nur unterschiedliche Wege, die unterschiedlich gut zu verschiedenen Menschen passen. Eine Ausbildung ist vor allem für diejenigen spannend, die nicht noch jahrelang hauptsächlich im Klassenzimmer oder Hörsaal sitzen möchten, sondern direkt ins echte Arbeitsleben einsteigen wollen. Von Anfang an bist du Teil eines Teams, übernimmst Aufgaben und siehst am Ende des Tages konkret, was du geschafft hast. Statt nur über Abläufe zu lesen, bist du mitten drin. Dieses Lernen durch Machen sorgt dafür, dass du schnell praktische Fähigkeiten entwickelst, die im Berufsalltag wirklich zählen. Gleichzeitig verdienst du schon während der Ausbildung dein eigenes Geld. Vielleicht ist es am Anfang noch kein riesiges Gehalt, aber es ist ein wichtiger Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Du lernst, mit deinem eigenen Einkommen umzugehen, und fühlst dich nicht mehr komplett wie jemand, der noch „in der Schule steckt“. Ein weiterer Vorteil ist die Nähe zur beruflichen Realität. Du bekommst früh ein Gefühl dafür, wie Arbeitsabläufe funktionieren, wie man mit Kolleginnen, Kollegen oder Kundschaft umgeht und wie viel Verantwortung in einem Job stecken kann. Diese sozialen und organisatorischen Kompetenzen entwikkeln sich ganz automatisch mit. Außerdem sind die Chancen oft gut, nach der Ausbildung im Betrieb übernommen zu werden. Du hast also nicht nur einen Abschluss in der Hand, sondern im besten Fall direkt einen festen Arbeitsplatz. Und auch wenn manche denken, ohne Studium seien die Karrieremöglichkeiten begrenzt, stimmt das so längst nicht mehr. Mit Weiterbildungen wie Meister, Techniker oder Fachwirt kannst du dich spezialisieren, Führungsverantwortung übernehmen oder dich sogar selbstständig machen. Viele Menschen bauen sich auf diesem Weg sehr erfolgreiche Karrieren auf. Ein Studium dagegen ist besonders passend für alle, die gerne tiefer in Themen eintauchen und sich intensiv mit theoretischen Hintergründen beschäftigen möchten. Hier geht es weniger darum, sofort einen ganz bestimmten Beruf zu lernen, sondern vielmehr darum, ein Fachgebiet grundlegend zu verstehen. Du lernst, Zusammenhänge zu analysieren, kritisch zu hinterfragen und komplexe Probleme strukturiert zu lösen. Diese Fähigkeiten sind in vielen Bereichen gefragt, zum Beispiel in Technik, Wirtschaft, Medien, Forschung oder im sozialen Bereich. Ein Studium eröffnet dir oft eine große Bandbreite an Möglichkeiten, weil du nicht von Anfang an auf einen ganz konkreten Beruf festgelegt bist. NACH DER SCHULE: STUDIUM ODER AUSBILDUNG? D 026 BERUF&ZUKUNFT I PISTE.DE BERUF & ZUKUNFT p

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