piste Schwerin 09/2022
KULTUR 18 KULTUR | PISTE.DE „DAS WUNDER VON WISMAR“ vom 16. August bis zum 11. September in der St.-Georgen-Kirche Als „Wunder vonWismar“ machten die St.-Georgen- Kirche und ihr Wieder- aufbau ab 1990 interna- tional Schlagzeilen. Das Wismarer Stadtarchiv und sein Förderverein widmen dem Wiederaufbau nun eine Ausstellung mit Fotos und Plänen. Am16. August um 19 Uhr wird die Exposi- tion in der Kirche eröffnet. Sie ist bis zum 11. Septem- ber täglich von 10 bis 18 Uhr in der südlichen Turm- seitenkapelle zu sehen. Der Einsturz des nördlichen Querhausgiebels bei einem Orkan am 25. Januar 1990 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Pfarrkirche St. Georgen. Nachdem diese durch Luftminen am Ende des Zweiten Weltkrieges schwer getroffen worden war, war sie stetigem Verfall ausgesetzt und zeigte sich 1990 in ruinösem Zustand. Der Einsturz mitten in der Wendezeit machte vorher unmöglich Geglaubtes mög- lich. Kunsthistorikerin Dr. Anja Rasche und Stadtarchivar Dr. Nils Jörn haben sich auf Spu- rensuche begeben. Die Aus- stellung zeigt, ausgehend von den historischen Aufnahmen vor 1945, die Zerstörungen am Ende des Zweiten Welt- kriegs und den Zustand der Kirche im Jahr 1990. Die Aus- stellung wurde möglich dank der Deutschen Stiftung Denk- malschutz, der Thomas-Ager- holm-Stiftung, der Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftli- ches Engagement in Mecklen- burg-Vorpommern, der Hanse- stadt Wismar, des Landkreises Nordwestmecklenburg und des Wismarer Archivvereins. Mit der Ausstellung möchte das Archiv auch Zeitzeugen ansprechen. Sie können sich im Archiv melden. Denn es soll mehr über die Menschen in Er- fahrung gebracht werden, die zum Wiederaufbau beigetra- gen haben, die das „Wunder von Wismar“ möglich gemacht haben. Was hat sie motiviert? Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Zeitzeugen, egal ob die damaligen Handwerker oder die Spender, können sich direkt im Archiv melden: Archiv der Hansestadt Wismar, Gerberstraße 9a, stadtarchiv@wismar.de , Tel. 03841 251-4080. DIE BAUSTELLE Inmitten der Bauarbeiten im Kul- turhaus Mestlin sind Freiräume zu einer Kreativbaustelle umge- staltet worden – eine spannende Ausstellung. Das Kulturhaus Mestlin ist derzeit von umfangreichen Bauarbeiten im Haus gekennzeichnet. Daher muss sich die aktuelle Ausstellung mit den Sanierungsmaßnahmen arrangieren und zwischen Bau- arbeitern, Abbrucharbeiten und Neubau den freien Raum nutzen. Diese Situation ist gleichzei- tig symbolischer Aufhänger des Ausstellungsthemas: Platz finden zwischen Abriss und Neubau, mit den Umbaumaßnahmen leben ohne die eigenen Ideen zu ver- lieren. Veränderung positiv ge- stalten und die Beeinträchtigung nicht als Grund für Stagnation begreifen, sondern als Auslöser für kreative Gestaltung nutzen. Ebenso wie die Bauarbeiten am Kulturhaus, wird auch die Aus- stellung ständig wachsen – mit Beteiligung der Besucher. „Bitte nicht berühren“, wie in üblichen Kulturbetrieb, gilt nur für einige Exponate. Ansonsten ist Mitma- chen angesagt. Besucher kön- nen das Ergebnis mitgestalten. Wir schaffen kreative Gestal- tungsräume und motivieren zur Stellungnahme und Meinungsbil- dung. Das „Baumaterial“ für die Kreativbaustelle stellen wir Besu- chern zur Verfügung. Künstler setzen mit ihren Arbeiten Akzente und geben Anregungen, sie bieten Themen an, auf die re- agiert werden kann. Folgende Künstler und Gruppen beteiligen sich an der Ausstellung: Frank Fierke, Julia Ginsberg, Herbert Hundrich, Volker Janke (Museum Mueß), Takwe Kaenders, Netz- werk f. Demokratie und Tole- ranz, Frank Osthoff, Udo Radtke, Susanne Reichhard, Manfred Scharnberg, Miro Zahra. ERÖFFNUNG: 13.08.2022, 14.00 Uhr, Marx- Engels- Platz 1, 19374 Mestlin AUSSTELLUNGSZEITRAUM: 14.08. bis 24.09.22 ÖFFNUNGSZEITEN: Mittwoch bis Sonntag, 11- 17 Uhr Fotos: 1,2_© Sammlung Archiv der Hansestadt Wismar, 3_ © Scharnberg, 4_ ©Jean-Marie Refflé ➀ ➁ ➂ ➃ | Ausstellungen
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