piste Schwerin 11/2021

KULTUR PISTE.DE | KULTUR 29 Fotos: 1. © W-film / RectangleProductions 2. Zentrum deutsche Sportgeschichte/Bestand Fräsdorf Der Erfolg von BORGA (Kinostart: 28. Ok- tober) bei wichtigen deutschen Filmfestivals und Preisverleihungen reißt nicht ab: Seit seiner Premiere auf dem 2021er Filmfestival Max Ophüls Preis wurde das fesselnde und berüh- rende Filmdrama bereits neun Mal ausgezeichnet. Besonders gelobt wird immer wieder die glänzende schauspielerische Leistung von Hauptdarsteller Eu- gene Boateng, der neben der Geschichte und den beeindruckenden Bildern ganz entscheidend dafür ist, dass BORGA als Film seine große emotionale Wucht voll entfalten kann. Als erster schwarzer Dar- steller wurde er mit dem Deutschen Schauspielpreis in der Kategorie “Schauspieler in einer Hauptrolle” Die Veranstaltung findet gemäß den aktuellen Auflagen zum Infektionsschutz statt. Es gelten die 3-G-Regeln. Anmeldung unter 03841/25 22 870 Tickets: 3,00 EUR NOTRE DAME - DIE LIEBE IST EINE BAUSTELLE BORGA DIE KALTEN RINGE. GESAMTDEUTSCH NACH TOKIO. Eine Filmpräsentation mit Gesprächsrunde Ab dem 9. Dezember 2021 bezaubert die fabelhafte französische Komödie „Notre Dame – Die Liebe ist eine Baustelle“ endlich das deutsche Kinopublikum. Regisseurin Valérie Donzelli („Das Leben gehört uns“) schlüpft auch gleich selbst in die Hauptrolle einer alleinerziehenden Mutter und Pariser Archi- tektin zwischen Karriere, Familie und großer Liebe! ausgezeichnet und konnte somit einen historischen Meilenstein in der Wahrnehmung seiner Com- munity und der Diversity-Bewe- gung schaffen. „Eugene Boateng entführt uns mit seiner Körper- lichkeit, seiner sprachlichen Ge- wandtheit und seinem emotio- nalen Spiel in eine Welt voller Zerrissenheit und Enttäuschung und zeigt immer wieder ein durch eine tiefe innere Quelle gespeis- ten Mut. Es ist eine fremde Welt, die er uns sehr nahe erscheinen lässt.“ Eine besonders spannende Veranstaltung findet am 29.10.2021 um 18:00 Uhr im SCHABBELL Stadtge- schichtliches Museum der Hansestadt Wismar statt. Nach 1964 wurden im Jahr 2021 die Olympischen Spiele erneut in Tokio ausgetragen. So gut wie verlo- ren im Gedächtnis ist die Tatsache, dass für diese Spiele 1964 letztmalig eine gesamtdeutsche Mannschaft in Tokio antreten musste. Bereits 1956 und 1960 mussten die Deutschen in Ost und West unter Zwang des IOC ein gemeinsames Team bilden. IOC-Präsident Avery Brundage hatte die Vision, dass mit der Kraft des Sports politische Grenzen überwunden werden könnten. Doch mit dem Mauerbau 1961 wurde die bisherige olympi- sche Praxis durch die Realität des Kalten Krieges ein- geholt. Der Sport wurde zu einem Spielball der Politik. Es wurde gestritten über Fahnen, Trikots und Hymnen, allein die Zusammenstellung der Olympiamannschaft Die romantischen Turbulenzen verquickt sie mit wirklichkeits- fernen Ausreißern à la „Amé- lie“ und charmantem Witz – Eine hinreißende Ode an Paris, die auf der Piazza Grande in Locarno Premiere feierte. wurde zu einem Politikum. Es gab ein Hauen und Stechen, um jeden Platz, um jeden Wett- kampf. Dabei ging es um den prestigeträchtigen Posten des Mannschaftsleiters, dem so ge- nannten Chef de Mission. Wer nach den Ausscheidungen die Mehrzahl der Teilnehmer im Team hatte, durfte dieses Amt bekleiden.

RkJQdWJsaXNoZXIy MzQxODIw