Piste Schwerin Oktober 2020
030 PISTE.DE KULTUR | INTERVIEW Kaltstart in die Musikbranche: 2017 veröffentlichte Tom Gregory seine Debütsingle „Run to you”. Der Song schaffte es auf Anhieb in die Top 30 der deutschen Airplay Charts und wurde einer der meist- gespielten Radiohits 2018, weitere Singles folgten. Mit seiner Single „Fingertips” schaffte es Tom Gre- gory erstmalig an die Spitze der deutschen Airplaycharts. Im April 2020 erschien Toms Hit-Koopera- tion „Never let me down” mit dem DJ- und Produzenten Duo VIZE, die ihn endgültig fest in der Musik- szene etablierte (Top 10 in den GFK Single Charts). Mittlerweile zählen seine Songs über 100 Mil- lionen Streams. Im September ver- öffentlichte Tom Gregory nun sein langerwartetes Debütalbum. Wir konnten ihn zum Interview treffen: Redaktion: Wie bist du auf den Al- bumnamen „Heaven In A World So Cold” gekommen? Tom Gregory: „Heaven In A World So Cold” ist eine Textzeile meines Songs “Small Steps”. Dort heißt es, “I've found heaven in a world so cold…” und aus irgendeinem Grund ist mir diese Passage so im Gedächtnis geblieben, dass ich ihn als Titel für mein Album wählte. Redaktion: Wo hast du das Album produziert? Tom Gregory: Wir haben das Album hauptsächlich in meiner Heimatstadt Blackpool produziert, nur wenige Songs wurden in Deutschland produziert. Ich wollte es dort produzieren, wo ich aufge- wachsen bin, um über meine eige- nen Erfahrungen zu berichten. Redaktion: Hast du schon im Vo- raus die Ideen für deine Tracks ge- plant? Tom Gregory: Ehrlich gesagt, nein. Die meisten Ideen kamen von Din- gen oder Erlebnissen, die mir mal passiert sind. Ich denke, wenn man zu sehr plant, wie sich das Album anhören soll, wird man die Leute nicht überzeugen können. Wichtig ist, die Gefühle und Emotionen rü- berzubringen, die man während des Schreibens hatte. Redaktion: Wie hast du mit deiner Musik angefangen? Tom Gregory: Ich begann damals in meinem Jugendzimmer mit einer alten Gitarre und schrieb schreckli- che Lieder. Ich habe tatsächlich noch ein paar Aufnahmen davon. Vielleicht werde ich irgendwann mal die alten Aufnahmen heraus- kramen und daraus ein Mash-up machen. Dann können sich die Leute mal meine Anfänge anhören. Das ist auch für mich sehr amüsant, weil die Songs wirklich schlecht waren. Redaktion: Gibt es auf dem Album irgendwelche Kooperationen mit an- deren Künstlern? Tom Gregory: Wir haben den Titel "Never Let Me Down" mit VIZE als Bonustrack auf das Album genom- men. Das ist aber der einzige Titel, bei dem ein weiterer Künstler dabei ist. Ich wollte, dass bei meinem ers- ten Album der Fokus auf mir liegt. Das mag egoistisch klingen, aber „Heaven In A World So Cold“ sollte als Debütalbum erstmal nur für mich stehen. Redaktion: Wie kam die Kooperation mit VIZE zustande? Tom Gregory Ich kenne die Jungs von VIZE schon seit Jahren. Ich habe ei- nige meiner ersten Schreib- und Stu- diosessions in Deutschland mit ihnen gemacht. Unsere Karrieren haben sich in den letzten zwei oder drei Jah- ren irgendwie zeitgleich entwickelt. Doch obwohl unsere Karrieren fast parallel verliefen, haben wir nie einen Song zusammen gemacht, sondern uns nur ab und zu geschrieben. Vitali rief mich dann an und sagte: Ich habe eine Song-Idee, ich würde mich freuen, wenn du sie mal ausprobierst und mir dabei hilfst, sie fertigzustellen. Ich flog nach Berlin, wir tranken ein paar Bier, spielten etwas Fifa und dann beendeten wir das Lied und tranken noch ein paar Bier. Es war einer der besten Nachmittage dieses Jahres und es hat sich definitiv ge- lohnt, nach Berlin zu kommen. Redaktion: Hast du auf dem Album ein Lieblingslied? Tom Gregory: Das ist wirklich eine schwere Frage, aber ich denke mein Lieblingssong auf dem Album ist “Rather Be You”. Es ist mein Favorit, weil es der Zeitpunkt bei der Album- produktion und in meinem Schreib- prozess war, an dem ich wusste, was der Tom Gregory-Sound ist. Das war enorm wichtig für mich, ebenso wie die Botschaft, die hinter dem Song steht. Redaktion: Wirst du auch durch Deutschland touren? Tom Gregory: Ich weiß nicht, wie viele Shows ich genau spiele werde, aber wir werden etwa drei Wochen lang unterwegs sein. Wir starten in Wien, dann geht‘s nach Zürich, München, Hamburg, Dresden, Kiel, Frankfurt und Stuttgart. Also die Tour geht Ende Februar los und läuft bis in den März. TOM GREGORY Foto: Philip Nürnberger
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