piste 05 2020
CITY NEWS | SPORT 010 PISTE.DE Paul Sens, Co-Trainer des SSC Palmberg Schwerin, stand uns bei einem Kaffee Rede und Antwort. Gemeinsam haben wir auf die vergangene Saison 2019/2020 und hinter die Kulissen seiner Person geschaut. Mittlerweile liegt das Saisonende etwas mehr als einen Monat zurück. Paul hatte sich mit dem SSC Palmberg Schwerin nach der Vizemeister- schaft in der Saison 2018/2019 für die vergangene Spielzeit viel vorge- nommen. Er blickt etwas wehmütig zurück, schließlich lag sein Team vor dem entscheidenden Hauptrundenspiel gegen Vorjahresmeister Allianz MTV Stuttgart auf Platz 1 und wollte diesen um jeden Preis verteidigen. „Das plötzliche Saisonende wirkt umso bitterer, je mehr man die Um- stände betrachtet. Mit einem Sieg gegen Stuttgart hätten wir uns die best- mögliche Ausgangslage für die kommenden Playoffs erarbeitet. Wie entscheidend der Heimvorteil sein kann, hat man in der vergangenen Saison im fünften Finalspiel in Stuttgart erlebt“, blickt Co-Trainer Paul zurück. Dennoch ist er stolz auf das Team, welches er als familiär, pro- fessionell und einzigartig beschreibt. Die Saison vorzeitig zu beenden, war in jedem Fall der richtige Schritt, auch wenn es für die Schwerinerin- nen und ihr Trainerteam einen bitteren Beigeschmack trägt. Paul Sens kam bereits als aktiver Spieler an den Bundesstützpunkt nach Schwerin. Mittlerweile ist die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns seine Wahlheimat geworden. Doch was hält den jungen Co-Trainer hier? Für Paul ist der SSC eine Herzensangelegenheit, ein Stückchen Heimat. „Bereits bei meinem ersten Besuch hier ist mir aufgefallen, wie viel Herz- blut die Verantwortlichen und Trainer hier in ihre Arbeit stecken. Das hat sich bis heute nicht geändert, wir sind wie eine Familie“, so Paul. Das trifft auch auf seine Kollegen Co-Trainer Martin Frydnes und Cheftrainer Felix Koslowski, mit denen der junge Co-Trainer einen Großteil seiner Zeit verbringt. „Ich finde es super schön, dass wir uns so gut verstehen und auch außerhalb der Volleyballhalle beispielsweise Weihnachten oder Ostern gemeinsam verbringen“, erzählt Sens. Für immer SSC? Kein un- vorstellbarer Gedanke für Paul. Man wird sehen, was die Zukunft bringt. Paul ist eher ein Stadtmensch, mag Kaffee und Sommer, am liebsten hält er besondere Momente mit einer Digitalkamera fest. Als Trainer in der Halle zu finden, bevorzugt der 23-Jährige als Spieler eher den Sand. Und wenn er einmal den Volleyball zur Seite legt, ist er häufig mit Freun- den in der Natur zu finden – für ihn eine willkommene Abwechslung zum Alltag in der Sporthalle. Besonders in Zeiten von Corona, wo er als Trai- ner einen Gang zurückgeschaltet hat, spielt Musik für ihn eine große Rolle. „Ich habe bereits früher Akkordeon gespielt, kann die Basics auf dem Klavier und bin gerade dabei, mich im Mundharmonikaspielen wei- ter zu verbessern“, so Paul. Paul hat es geschafft, sein Hobby zum Beruf zu machen, ist derzeit Co-Trainer beim Rekordmeister im Frauenvolley- ball. „Ich lebe ganz klar meinen Traum und bin sehr dankbar, dass mir das Vertrauen seitens der Verantwortlichen entgegengebracht wird“, stellt Paul klar. (Text: Pia Krause / Bild: Ecki Raff) AUF EINEN KAFFEE MIT PAUL SENS
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