Piste HRO Epaper 022021

© Fotos: Stiftung Jugend forscht eV [3] I Universität Rostock/Steffen Sänger I Pixabay/ClkerFreeVectorImages I ESM Die Wettbewerbe der 56. Runde von „Jugend forscht/Schüler experimentieren“ haben begonnen. Talentierte Jungforscher präsentieren ihre kreativen Projekte zunächst auf den Regio- nalwettbewerben im gesamten Bundesgebiet. Für die aktuelle Runde von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb haben sich insgesamt 8 998 junge „Mint-Talente“ angemeldet. Aus Gründen des Gesundheits- schutzes finden die Wettbewerbsveranstaltun- gen 2021 vornehmlich online statt. Auch in diesem Jahr zeigen die Nachwuchswissen- schaftler wieder eine große Bandbreite an spannenden und innovativen For- schungsprojekten in den sieben Jugend forscht Fachgebieten. So gingen zwei Jungforscher der Frage nach, wie stark der Spielsand in Sandkästen mit Mikroplastik be- lastet ist. In einem anderen Projekt wurde physi- kalisch analysiert, warum sich professionelle Skispringer häu- fig im Bereich des Kreuzbandes verletzen. Um eine kostengün- stige Instandhaltung von Betonbauwerken zu ermöglichen, er- forschte ein Team, ob sich Risse in Beton mithilfe des Bakteriums Bacillus subtilis auf Basis biochemischer Prozesse reparieren lassen. Diese und andere Beispiele be- weisen, dass die Themenvielfalt der For- schungsprojekte bei Jugend forscht nahezu grenzenlos ist. Die Sieger der Regionalebe- ne qualifizieren sich für die Landeswettbe- werbe, die Anfang März 2021 beginnen. Den Abschluss der 56. Runde von Jugend forscht bildet das Bundesfinale vom 27. bis 30. Mai 2021 in Heilbronn – gemein- sam ausgerichtet vom Science Center ex- perimenta als Bundespate und von der Stif- tung Jugend forscht e.V. 56. RUNDE JUGEND FORSCHT Im Rahmen des EU-Projektes Power2Power wurde durch das Team von Professor Hans-Günter Eckel ein neuer Prüfplatz kon- zipiert und gebaut, mit dem neue Messmethoden erprobt und bereits erstellte Simulationsmodelle überprüft und kalibriert wer- den können. Die neuen Messverfahren sollen in der Fertigung von Leistungshalbleitern bei der Infineon Technologies AG an ih- rem Produktionsstandort in Warstein eingesetzt werden, um Schwachstellen in den Lötverbindungen frühzeitig zu finden und eine hohe Lebensdauer und Zuverlässigkeit zu ermöglichen. Lei- stungshalbleiter werden in allen Stufen der Energieumwandlung benötigt: bei der Erzeugung, der Übertragung und der Nutzung. Sie dienen als elektronische Schalter und können Ströme und Spannungen umwandeln. Das ist beispielsweise in Umrichtern von Elektrolokomotiven, E-Autos und Windkraftanlagen erfor- derlich oder auch in Ladegeräten für Handys und Laptops. 040 PISTE.DE BERUF & ZUKUNFT ELEKTROTECHNIKER NEHMEN PRÜFPLATZ ZUR VERMESSUNG VON LEISTUNGSHALBLEI TERN IN BETRIEB Dr. Jan Fuhrmann undHaoWang überprüfen die erstenMessergebnisse des neuenPrüfplatzes zumTesten von Leistungshalbleitern. www.jugend-forscht.de

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