piste Lübeck 07/2023

JOB & ZUKUNFT | PISTE.DE 037 JOB & ZUKUNFT MEIN CHEF ICH UND DIE ARBEIT DARF ICH AUF ARBEIT PAKETE EMPFANGEN? Arbeitsrecht alltäglich m Arbeitsrecht gibt es viele Fallstricke. Dabei gibt es auf viele Fragen eher die Standard-Juristen-Antwort: „Es kommt darauf an“. Dabei ist es häufig sinnvoll, miteinander zu reden und aufeinander zuzugehen. Es ist ja so praktisch: Die meiste Zeit ist man sowieso auf Arbeit – kann man sich da nicht die Bestel- lungen dahin liefern lassen? Dann muss man nicht in der Freizeit zum Paketdienst laufen, um die ver- passte Sendung abzuholen. Da kann doch niemand was dagegen haben? Im Prinzip ja, aber… Man ist nor- malerweise auf Arbeit, um dort, naja, zu arbeiten. Das Empfangen von Paketen dagegen ist eine Pri- vatsache, die auf Arbeit erstmal nichts zu suchen hat. Da der Paket- bote auch nicht auf die Mittags- pause wartet, um seine Sendung abzugeben, ist man wahrscheinlich gerade beschäftigt, während die Bestellung ankommt. Also wird man notwendigerweise in seiner Arbeit unterbrochen, was unter Umstän- den sehr störend sein kann. Manch- mal werden auch – je nach Über- sichtlichkeit – Pakete gar nicht beim Empfänger abgegeben, sondern beim Empfang, bei Vorzimmermen- schen oder Kollegen, die dann die Arbeit für Privatangelegenheiten anderer unterbrechen. Auf der anderen Seite: Man kann miteinan- der sprechen. Es gibt sicher in Ein- zelfällen Ausnahmen, wenn man sich mit dem Chef abspricht. Man sollte dann allerdings auch sicher- stellen, dass es mit wenig Aufwand verbunden ist – und man von der Bestellung im Anschluss nicht völlig von der Arbeit abgelenkt ist. Das Auspacken und Aus- oder Anpro- bieren sollte man wirklich erst zu Hause machen. 5 Mit der Sammlung von Zukunftsgeschichten wurden Themen generiert und Vorstellungen eingesammelt: Insgesamt wird ein positives Bild gezeichnet: „Wohlfühlhauptstadt“, „Fair-(t)RAD(e)- Stadt“, „Ostseemetropole“ sind Attri- bute, mit denen die Ziele der Gesamtstadtentwicklung beschrieben wer- den. In den Zukunftsgeschichten bildet die veränderte Mobilität das wesentliche Rückgrat der positiven Entwicklung. Der motorisierte Individu- alverkehr verliert seine Vorrangstellung zugunsten des Fuß- und Radverkehrs. Wenn motorisiert, dann sind die LübeckerInnen 2030 elektrisch unterwegs: ob im Elektroauto, auf dem Pedelec oder im E-Bus, der Straßenbahn oder S-Bahn. Die Wirtschaft in Lübeck im Tourismus und Schiffbau, aber auch durch die TH und UKSH prosperiert. ZUKUNFTSBILD FÜR LÜBECK BIS 2030 3 MEHR RESPEKT FÜR PUTZKRÄFTE Daumen hoch für eine saubere Sache: Zum „Tag der Gebäudereinigung“ am 15. Juni hatte die Branchen-Gewerkschaft IG BAU mehr Respekt für die Arbeit der rund 4.230 Reinigungskräfte in Lübeck gefordert. Und das nicht nur von den Arbeitgebern: „Ob Praxisflure, Klassenzimmer, Kita-Toiletten, Schaufenster oder Lichtkuppeln in Firmen und Hotels – ohne Reinigungs- kräfte und Fensterputzer würde der Alltag in Lübeck nicht funktionieren. Keine Operation würde ohne OP-Reinigung laufen. Reinigungs- und Desin- fektionsmittel, moderne Maschinen, gekonnte Handgriffe: In der Gebäude- reinigung sind Profis am Werk“, sagt Ralf Olschewski. RESPECT FOR CLEANERS: „SAUBERE ARBEIT!“ 4

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