piste Lübeck 01/2022

010 CITY NEWS | PISTE.DE CITY NEWS Fotos: 1 - 3 Hansestadt Lübeck Bis 2024 soll das neue Fahrradparkhaus mit kurzen Wegen zu den Bahnsteigen errichtet werden. Es bietet Platz für bis zu 500 Fahrräder, die dort sicher und wet- tergeschützt abgestellt werden können. FAHRRAD PARKHAUS Im Februar 2021 entschied die Bür- gerschaft der Hansestadt Lübeck, dass ein Fahrradparkhaus am Lübecker Hauptbahnhof zwischen dem Emp- fangsgebäude der Bahn und Gleis 1 entstehen soll. Da die Flächen der Deutschen Bahn AG gehören, nah- men die Radverkehrsbeauftragte sowie weitere Vertreter der Hansestadt Lübeck Kontakt zu der Bike + Ride-Of- fensive der DB Station & Service AG auf, um die Realisierungsmöglichkei- ten zu prüfen. Seit vielen Jahren wird der Bau eines Fahrradparkhauses im Umfeld des Lübecker Hauptbahnhofes diskutiert. Es wird dringend für ein fahrrad- freundliches Lübeck, zur Förderung des Zusammenspiels mehrerer mobiler Angebote und somit für den Klima- schutz benötigt. Problematisch war bei der Standortsuche bisher, dass die Hansestadt Lübeck keine eigenen Flä- chen für ein Fahrradparkhaus besitzt. Nach dem ersten Bauabschnitt, der bis 2024 fertiggestellt sein soll, wird ein einem zweiten Bauabschnitt das Fahrradparkhaus zur Bahnhofsbrücke hin verlängert, um weiteren 500 Stell- plötze zu erstellen. „Überdachte und sichere Abstellmög- lichkeiten für Fahrräder sind am Lübe- cker Hauptbahnhof dringend erforder- lich“, so Bürgermeister Jan Lindenau. „Wir wollen klimafreundliche Mobilität weiter fördern.“ ÜBERDACHTE UND SICHERE ABSTELLMÖGLICHKEITEN FÜR FAHRRÄDER SIND AM BAHNHOF DRINGEND ERFORDERLICH 1 Es wurde 2013 während der archäologischen Ausgrabungen in der Alf- straße unter einer hochmittelalterlichen Brunnenanlage entdeckt: Das Kammrad aus dem 12. Jahrhundert, ein erstaunliches Zeugnis der mittelal- terlichen Technikgeschichte. Das Zahnrad war Teil der tiefliegenden Funda- mentierung und erst nicht zu erkennen. Inzwischen konnte das Eichenrad vollständig konserviert werden. Das aufwendig aus mehreren Teilen und sehr akkurat gezimmerte Kammrad war ursprünglich vermutlich Teil einer Getriebeübersetzung eines Krans oder einer Mühle. Es wurde im Grün- dungsviertel zweitverwendet als Fundamentierung und gleichzeitig als Schablone für einen Brunnenschacht eingesetzt. Endlich ist es soweit – Hansedokumente aus dem Stadtarchiv sind als UNESCO-Weltdokumentenerbe nominiert! Im Frühjahr berät nun ein wis- senschaftliches Gremium der UNESCO über die eingegangenen Vor- schläge und bis zum Jahresende 2022 erfolgt dann die endgültige Ent- scheidung des UNESCO-Exekutivrats. Die Lübecker Archivare rechnen sich gute Chancen aus, ist der Antrag doch ein internationales Gemein- schaftsprojekt und somit ganz im Sinne der UNESCO. In einem dreijähri- gen Prozess hat das Archiv der Hansestadt Lübeck zusammen mit zahlrei- chen Experten aus ganz Nord- und Osteuropa 17 Dokumente oder Dokumentengruppen ausgewählt und beschrieben. ZAHN(RAD) DER ZEIT FUND AUS DEM GRÜNDERVIERTEL NOCH EIN WELTERBE URKUNDEN AUS DEM STADTARCHIV 2 3

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