piste Lübeck 08/2019
040 PISTE.DE Fotos: 1 Daniela Fotografie | stock.adobe.com: 2 SUPREEYA-ANON, 3 Kzenon, 4 goodluz, 5 Tatsiana, 6 Punyada JOB & ZUKUNFT | RATGEBER FRANZISKA RAABE BERUFSWAHL STATT BERUFSQUAL Ferien! Zeit für dich. Niemand, der dir sagt, was du zu lernen hast. Beim Lesen dieser Aus- gabe legst du vielleicht gerade deine Füße hoch und genießt die Sonne. Wo auch immer du bist: Jetzt ist dein Sommer! Genieß ihn mit tollen Events am Strand, mit Filmen, (Hör-) Büchern oder Podcasts und hör und erleb selbst interessante Geschichten. Geschichten, die dich zum Lachen, Nachdenken oder dazu bringen, Ideen zu entwickeln. In dieser Ausgabe geht es um deine Never-Ending-Story und wie du dafür von Geschichten anderer lernen kannst. Klingt interessant? Dann lies weiter. Die Geschichte der Normalbiografie hat sich verändert. Schule + Ausbildung/Studium = Job. Eigene Wohnung. … happy Life! Schön wär´s? Dass du einen Beruf erlernst und (wie früher üblich) dann bis zur Rente in nur einem Unterneh- men arbeitest, ist in unserer digitalen Welt zunehmend die Ausnahme. Betrachte deine ersten Schritte nach der Schule als Start. Dein Ziel sollte sein, eine passende Ausbildung oder ein Studium zu beginnen – und zu Ende zu bringen! Hab keine Sorge, dich damit für immer festzulegen. Unsere digi- tale Welt macht einige Berufe überflüssig, aber sie schafft auch neue. In Zukunft wirst du vermutlich nicht nur den Arbeitgeber, sondern auch den Beruf wechseln. Vielleicht sogar mehrmals. Du bist nämlich stärker denn je gefordert, selbst zum Gestalter deines beruflichen Lebenslaufes (= Berufsbiographie) zu werden. Gerade in der Berufsorientie- rung geht es mehr als in allen anderen Fächern daher um dich. Doch nicht jeder ist so mutig, immer wieder völlig neue Wege einzuschlagen. Deshalb solltest du dich ganz bewusst mit deinem Start auseinandersetzen. Um im Dschungel von Möglichkeiten den eigenen Weg zu finden, eignet sich oft der Austausch mit anderen Menschen. Wie diesbezüglich 187 SchülerInnen von ehemaligen SchülerInnen und Studierenden aus Lübeck lernten, erfährst du beim nächsten Mal. Geh beim Lernen deinen Fragen nach und werde zum Gestal- ter deiner erfolgreichen Never-Ending-Berufsstory. Monatlich erfahrt ihr hier Stück für Stück vom BWstatt- BQ-Konzept, mit dem ich die Berufsorientierung auf den Kopf stellen möchte. Damit Berufsorientierung an unseren Schulen zu der Welt passt, in der wir leben. Anregungen, Fragen und Ideen zum Projekt bitte an: BWstattBQ@wiwiw.eu 1 MEIN CHEF ICH UND DIE ARBEIT DARF ICH MEIN HANDY AUF ARBEIT LADEN? Arbeitsrecht alltäglich Im Arbeitsrecht gibt es viele Fallstricke. Dabei gibt es auf viele Fragen eher die Standard-Juristen-Antwort: „Es kommt darauf an“. Dabei ist es häufig sinnvoll, miteinander zu reden und aufeinander zuzugehen. Es ist in vielen Büros ein fast alltäg- licher Handgriff: Noch bevor der Rechner hochgefahren ist, hängt das Handy schon an der Steck- dose. Aber darf ich mein Handy überhaupt im Betrieb aufladen? Kurz gesagt: Ohne weiteres darf ich das nicht. Und das ist nicht nur eine kleinkarierte Frage, sondern eine von Verantwortung und Absi- cherung: Der Chef ist verantwort- lich, dass auf Arbeit möglichst wenige Gefahrenquellen bestehen. Von elektrischen (auch super-moder- nen abgesicherten) Geräten geht immer eine Gefahr aus. Der Arbeit- geber ist, rechtlich gesehen, Betrei- ber aller elektrischen Geräte in sei- nem Betrieb, auch der privaten Ventilatoren, Kaffeemaschinen, E-Roller-Akkus und eben auch der Handyladegeräte. Der Arbeitgeber muss die bei ihm betriebenen Geräten regelmäßig von einem Fachmann überprüfen lassen – eigentlich auch die priva- ten Handys, Kaffeemaschinen oder Ventilatoren. Der Chef kann also mit gutem Recht sagen: Das ist mir zu aufwändig, hier dürfen keine Handys aufgeladen werden. Dazu kommt noch, dass Handys auch Strom verbrauchen, und zwar in diesem Falle Strom, den der Chef bezahlt. Das mag für das ein- zelne Handy nicht wirklich viel sein, aber gerade in größeren Betrieben kann das ein ganz erklecklicher Posten werden. Deswegen: Lieber zweimal fragen, bevor man sein Handy auf Arbeit zum Aufladen anschließt. 2
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