piste Lübeck 04/2019
044 PISTE.DE Fotos: 1 Karsten Dollak JOB & ZUKUNFT | AUSBILDUNG // Verkäufer im Einzelhandel (m/w/d) // Kaufmann im Einzelhandel (m/w/d) Schwerpunkt Food, Hartwaren/Textil oder Fisch // Fleischer (m/w/d) verkaufsbetont // Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (m/w/d) Schwerpunkt Fleisch // Spezialausbildung zur Nachwuchs- führungskraft Handelsfachwirt (m/w/d) // Duales Studium Bachelor of Arts (m/w/d) Betriebswirtschaftslehre/ Schwerpunkt Handel 07032019_Anzeige_184x130mm_famila_Stadtmagazin-Piste_HL.indd 1 07.03.19 10:04 PROJEKTSCHULEN GEFÖRDERT 2,4 MILLIONEN EURO FÜR DIE BERUFSVORBEREITUNG Die Landesregierung setzt weiter auf Produkti- onsschulen, um junge Arbeitslose auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten: „Wir können uns nicht leisten, auch nur wenige Menschen durchs Raster fallen zu lassen“, sagte Arbeits- staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs bei der Über- gabe von Förderbescheiden im Gesamtvolu- men von 2,4 Millionen Euro für die sieben Produktionsschulen im Land. Die Produktionsschulen sollen künftig ein Bau- stein des geplanten Schleswig-Holsteinischen Instituts für berufliche Bildung (SHIBB) unter Füh- rung des Arbeitsministeriums sein. „Damit wer- den wir Arbeitswelt und berufliche Bildung noch besser verzahnen und auch die Belange der Produktionsschulen noch intensiver berücksichti- gen“, sagte Rohlfs. Viele Ausbildungsstellen bleiben nach den Wor- ten des Staatssekretärs derzeit unbesetzt. Betriebe suchen händeringend Nachwuchs. Trotzdem seien viele junge Menschen nach ihrem Schulbesuch ohne konkrete berufliche Per- spektive. „Um trotzdem eine Ausbildung zu beginnen und erfolgreich abzuschließen, brau- chen junge Menschen Unterstützung und eine solide Grundlage, damit sie in der Berufswelt klarkommen. Und genau das leisten Produkti- onsschulen“, so Rohlfs – auch mit Blick auf den Fachkräftemangel. Eine Produktionsschule ist keine Schule im üblichen Sinne, sondern eine betriebsähnliche Bildungseinrichtung, in der junge Menschen unter 25 Jahren, die noch keine berufliche Perspektive haben, arbeiten und lernen können, um anschließend eine schu- lische oder berufliche Ausbildung zu beginnen. Anders als in der Schule werden in der Produk- tionsschule marktnahe Produkte hergestellt – bei- spielsweise in der Praxiswerkstatt. Oder auch Dienstleistungen geübt und angeboten, etwa in einer Küche. Rohlfs: „Im Zentrum steht dabei die gemeinsame Entwicklung, Planung und Bearbei- tung von Aufträgen und Aktivitäten.“ An den sieben schleswig-holsteinischen Produk- tionsschulen gibt es insgesamt fast 260 Teil- nahmeplätze. Die 2,4 Millionen Euro an die sieben Träger stammen aus dem Europäischen Sozialfonds. Damit wird die Weiterführung der Projektarbeit in den Jahren 2019 und 2020 abgesichert.
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