pisteLübeck 12/2018

024 PISTE.DE Fotos: 1 Julian Klinner | 2 Kulturstiftung Hansestadt Lübeck – Die Lübecker Museen / Olaf Malzahn | 3 Eitner Wolters Nachlass | 4 Kerstin Keseberg | 5 Alessio Troncone SEGEL, SALZ UND SILBERLINGE NEUE STUDIEN ZUM LEBENSABEND 875 JAHRE – LÜBECK ERZÄHLT UNS WAS AURELIA – DAS DUNKLE LAND ab 2. Dezember Europäisches Hansemuseum, Lübeck Neuer Teil der Dauerausstellung Museum Behnhaus Drägerhaus, Lübeck bis 06. Januar 2019 St.-Annen-Museum und Europäisches Hansemuseum, Lübeck bis 07. Januar 2019 Rathaus, Bad Schwartau Diese interaktive Kinderausstellung nimmt große und kleine Gäste im Euro- päischen Hansemuseum mit auf eine spannende Seereise. Unberechenbares Meer, keine Funkgeräte oder Radar und als Orientierung die Sterne. Was heute selbstverständlich ist, war im Mittelalter ein Abenteuer: der Handel mit fremden Ländern und Völkern. 100 einzigartige Objekte aus den reichen Lübecker Sammlungen stehen da- bei im Mittelpunkt der Schau und verkörpern wie Teile eines Puzzles ein ein- drucksvolles Bild der Stadtgeschichte. Zeitübergreifend erzählen die Exponate spannende, teils auch wundersame Anekdoten aus dem Leben Lübecks. Es sind Objekte, die Lübeck geprägt haben. Nicht nur als Weihnachtsmarkt erscheint das Heiligen-Geist-Hospital nun wie- der im gewohnten Glanz, auch im Museum Behnhaus Drägerhaus ist das berühmte Lübecker Motiv ab sofort wieder in der neu arrangierten Daueraus- stellung zu sehen: Das Werk „Lebensabend“ von Ernst Eitner. Das sanfte Licht auf der roten Backsteinfassade, das Schattenspiel der Bäume, und die Hand- arbeiten der Frauen beschreiben die friedliche Atmosphäre der damaligen Bewohner des Heiligen-Geist-Hospitals. Ernst Eitner gelang es vor 1906, eine Verbindung zwischen den gotischen Gemäuern und dem Leben der Menschen herzustellen. Ihre Kunst ist ihre Insel, ihr Ausgleich, ihr Ventil – unverzichtbar und zeitlos. Sie verschafft ihr Zufriedenheit und Glück. Die Werke entstehen aus dem Bauch, spontan, zeitlos, dynamisch. Die Werke entstehen aus sich. Jedes für sich ein- malig und facettenreich. Diesem Material liegt eine eigene Dynamik zugrunde, die immer wie-der neu ergründet werden will. Den Schwerpunkt dieser Ausstel- lung bilden bearbeitete Monotypien – ohne eine direkte Wirklichkeit abzubil- den. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, alles fließt, alles ist möglich. Formen und Farben vermischen sich, fließen ineinander über, verschmelzen zu einem Ganzen. Inspiriert von der Natur und den persönlichen Eindrücken. 1 4 5 2 3 4

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