pisteLübeck 10/2018

PISTE.DE 015 Mit dem norddeutschen Wetter ist das so eine Sache. Es ist selten konstant. Das heißt: Man sollte immer auf das Schlimmste gefasst sein. Pralle Sonne und gleich dahinter die fette Wol- kenwand. Darauf muss die Kleidung eingerichtet sein, das ist klar. Praktische Kleidung hat meistens den Nachteil, dass sie eben auch danach aussieht: Praktisch. Eine Funktionsjacke hat häufig den Charme eines Rechnungsprüfers. Durch und durch integer, aber auch ein bisschen humorlos. Wobei nichts gegen Rechnungsprüfer gesagt sein sollte. All- wetterstiefel sind eben auch abwaschbar, schmutzresistent, wenig sexy. Dabei muss das gar nicht mehr so sein. Viele Modelabels haben den Trend erkannt und stellen zum Teil äußerst schicke wetterfeste Teile her. Regenmäntel mit fröhlichen Blumenmustern ken- nen wir schon länger, aber viele Herbstmäntel haben inzwischen klassische Schnitte und edle Muster und man kommt sich damit eher wie ein britischer Lord auf seinem Landsitz vor als wie der Schweinehirt. Gummistiefel tragen inzwi- schen auch Karomuster oder gedeckte Farben, es gibt durchaus schietwettertaugliche Hosen, die nicht gleich nach Wattwandern oder Schlick- rutschen aussehen. Und schließlich ist auch nicht egal, was auf den Kopf kommt. Seit einigen Jahren geht der Trend wieder zu klassischen Hüten und Mützen, die dem Wetter trotzen und dennoch aussehen, als würde man noch wohin wollen. MUSS DAS SO GRAU? NEIN. BEI SCHIETWETTER MUSS MAN NICHT SELBST SCHIETIG AUSSEHEN SCHIETWETTER | LIFESTYLE BURBERRY CLUBWEAR SCHICKER SCHMUDDEL- LOOK WETTERFEST 3

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