piste Lübeck 02/2018

026 PISTE.DE Inhalt enthält Werbung | Fotos: Olaf Malzahn, Peter Eickmeyer, Bärbel Pfanne, Larissa Strunowa-Lübke shutterstock KULTUR | FÜHRUNGEN & AUSSTELLUNGEN 800 JAHRE IN 90 MINUTEN AUSSTELLUNGEN ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN IM EUROPÄISCHEN HANSEMUSEUM Es ist Wochenende, man sitzt zuhause und hat Lust, etwas zu unternehmen – aber das Wetter lässt wieder seine typisch norddeutsche Seite raushängen? Da kann man die Zeit doch zur Abwechslung für ein bisschen Kultur nutzen. Im Europäischen Hansemuseum an der Unter- trave wird die Hansezeit seit 2015 lebendig – inklusive neuster interaktiver Museumstechnik und beeindruckenden Inszenierungen, in denen Anfassen ausdrücklich erlaubt ist. Für einen ers- ten Überblick bietet das Museum seit Anfang des Jahres jeden Sonnabend um 14 Uhr und jeden Sonntag um 11 Uhr eine öffentliche Führung an: Eine Zeitreise durch 800 Jahre Hansegeschichte in 90 Minuten. Gemeinsam mit den Muse- ums-Guides geht es nach Nowgorod, London oder Brügge und vorbei an Koggen, einer bun- ten Markthalle oder dem Lübecker Hansesaal. Alles in 3D und Farbe, also eine Alternative zum Kinobesuch! Familien mit Kids ist außerdem sonntags um 14 Uhr die Familienführung „Das Mittelalter beleuchten“ zu empfehlen. Hier kommt sogar eine Taschenlampe zum Einsatz – ausprobieren lohnt sich! hansemuseum.eu IM WESTEN NICHTS NEUES COLLAGEN BÄRBEL PFANNE DÉJÀ VU LARISSA STRUNOWA-LÜBKE bis 15. April 2018 Buddenbrookhaus, Lübeck Midissage am 03. Februar 2018 Kolosseum, Lübeck bis 11. März 2018 Galerie Essigfabrik, Lübeck Die Ausstellung „Im Westen nichts Neues“ ist eine Zusammenarbeit des Erich Maria Remar- que-Friedenszentrums und des Buddenbrookhau- ses. „Im Westen nichts Neues“ gilt als der zent- rale Antikriegsroman des 20. Jahrhunderts. Wie kann Kunst auf Krieg reagieren? Die Ausstellung zeigt neben dem Roman auch Originalgrafiken aus Peter Eickmeyers Graphic Novel von 2014. Die „Fotowerkerin“, Bärbel Pfanne stellt im Rah- men dieser Ausstellung ihre Collagen vor. Vor- rangig verwendet sie eigene Fotos, die zum Teil mit verschieden Materialien kreativ angereichert werden. Sie arbeitet mit Nagelschere, Farben, Lacken und vor allem mit „Krims und Krams“. Unscheinbarem und Alltagsgegenständen wird damit eine neue ästhetische Wirkung verliehen. Eine unvergleichliche und unverwechselbare Ver- bindung gegenständlicher und abstrakter Male- rei. Im Ergebnis moderner Expressionismus in dif- ferenzierter bis explosiver Form. Auf den ersten Blick begegnen uns auf den Bildern von Larissa Strunowa-Lübke ästhetische Körper, Gesichter, farbige, strukturierte Flächen. Unsere Neugier ist geweckt, Fragen drängen sich auf.

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