piste Hamburg 01/2019

018 PISTE.DE LIFESTYLE | TECH-NEWS PLATTENSPIELER, PLAYER UND MIXER TONTECHNIKEQUIPMENT IN SEINER REINSTEN FORM Es gibt drei Brands am Markt, die im Hardware-Bereich seit Jahren die Club-Standard-Geräte stellen. Technics ist wohl die Nummer eins für Plat- tenspieler. Seit nunmehr über 30 Jahren. Unangefochten. Player? Eigentlich gibt es nur eine Wahl. Die CD- und heute Media-Player kommen meist von Pioneer DJ. Hier gibt es alle zwei bis drei Jahre neue Modelle. Aber auch hier gibt es seit vielen Jahren keine Alternative. Im Mixer Bereich ist es ein wenig variabler. Club-Mixer? Rotary-Mixer … oder Battle-Mixer? Im Bereich der Club-Mixer gibt es genau zwei Club-Standards. Pioneer DJ DJM, oder Allen & Heath Xone:92. Von erste- ren gibt es alle zwei bis drei Jahre eine neue Version. Der Xone:92 hinge- gen ist seit über 15 Jahren der Mixer der Wahl für viele Clubs und DJs. Das spricht bereits für sich. Seit 15 Jahren ein Gerät, genutzt von den Großen der Welt, entwickelt unter anderem von Richie Hawtin. Notwendig war es nicht, das Modell zu überarbeiten. Allen & Heath hat es jedoch getan. Das neue Modell heißt Xone:96 und sorgte schon für viel Aufsehen. Der Xone:92 im neuen Gewand. Ein paar Kleinigkeiten, die man heute schlicht besser technisch lösen kann als vor 15 Jahren, dazu eine ganze Palette an neuen Funktionen. Der Xone:96 ist eine Macht. Nach wie vor 4+2 Kanäle, vier klassische Channels plus zwei Return-Kanäle. Dazu kommen nun zwei weitere Aux-Ins. Zwei Sends sind geblieben, einer davon Pre-Fader schalt- bar. Nach wie vor gibt es die großartigen zwei Filter-Sektionen mit High- Pass Filter, Low-Pass Filter und Band-Pass Filter, zuweisbar auf alle Kanäle (das inkludiert die Return-Kanäle). Diese haben nun eine Cut-Off Frequenz bei 20 Hertz für den High-Pass. Verloren gegangen ist der LFO (Low Frequency Oscillator), dafür gibt es schalt- und zuweisbar mit den Filter-Ein- heiten nun einen Crunch – eine Übersättigung/Distortion (Verzerrung). Sehr interessant, gerade für DJs mit einem Hybrid Set von zum Beispiel Traktor und Ableton, wie auch für DJs mit Software/Time-Code Vinyl, ist das duale Interface, welches nicht nur nahtlose Übergänge ermöglicht, sondern auch B2B-Sets. Noch besser, es ermöglicht als einziger Mixer auf dem Markt die Kommunikation beider Rechner – sinnvoll für die MIDI Clock und damit die Synchronisation. Da hat man perfekt mitgedacht. Noch mehr kann man die Allen & Heath MIDI Controller per X:Link anschließen und per Tastendruck einem oder beiden Laptops zur Steue- rung der Software zuweisen. Klanglich hat man mit Veränderung der Equalizer und Filter sowie des Signal-Flusses das Level von analogem Sound erneut angehoben. Der Xone:96 legt die Messlatte für warmen druckvollen Sound in Clubs ein Stück höher. Weitere Highlights? Ein Equalizer für den Booth Out, ein zweiter Kopfhörer-Ausgang nicht nur als Buchse, sondern voller Signalweg samt Cue-/Mix-Regler, Kanal-Auswahl und Level. Als Crossfader (Über- blender) gibt es einen innoFader, einstellbar aber auch abschaltbar, die Fader-Kurven der Line-Fader sind einstellbar. Wer nun denkt, so ein massiver Mixer sprengt das Budget? Allen & Heath hat nicht nur ein volles Brett an Mixer auf den Markt geworfen und dabei dem Trend vieler anderer Hersteller getrotzt, die Preise für Mixer an die 2.000 Euro oder drüber heranzuschieben. Der Allen & Heath Xone:96 ist für unter 1.800 Euro zu erhalten. allen-heath.com

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