piste Hamburg 10/2018
016 PISTE.DE LIFESTYLE | TECH-NEWS Einige Jahre war es recht still geworden um Native Instruments, zumindest im DJ-Bereich. Der eigentliche Marktführer im Bereich von DJ-Software hatte zuletzt mit Stems-Files auf sich aufmerksam gemacht, vermutlich aber hatte man sich mehr erhofft. In der zweiten Version erhältlich ist die Traktor Pro DJ-Software die wichtigste DJ-Software am Markt, aber auch vom Skript her die Älteste. Das wird sich nun ändern. NI hat gerade Traktor Pro 3 angekündigt, was hoffentlich die neue Software mit neuem Script sein wird. Zudem kommen zwei neue Controller auf den Markt, der Kontrol S3 MKIII und Kontrol S4 MKIII. Die jeweils dritte Version der Controller ist speziell auf Traktor Pro 3 ausgelegt. Gerade der S4 MKIII wird dabei mit bemerkenswerten neuen Funktionen aufwarten, wie zum Beispiel kleinen Displays und motorisierte Jog-Wheels, Haptic Drive wie NI es nennt. Die- se sind jedoch nicht nur motorisiert, sondern geben auch haptisches Feed- back bezüglich Cue-Points und Loop-Punkten an den Nutzer weiter. Dazu gibt es einige neue Funktionen und Überarbeitungen, gummierte LED-be- leuchtete Performance-Pads, 4-Deck-Steuerung und farbliche Codierung der Decks, Effekt-Steuerung in den Decks aber auch neue Mixer-FX. Die Controller werden bei rund 299 Euro (Kontrol S2) und 899 Euro (Kontrol S4) liegen, die Traktor Pro 3-Software kostet 99 Euro Neupreis oder als Update von Traktor Pro 249 Euro. Die Controller sollen im November verfügbar sein, die Software ist angekündigt, jedoch ohne endgültiges Re- lease-Datum. Vermutlich gehen die Controller zunächst mit einer speziellen Version der 3-er Software in den Verkauf, bevor die für alle Geräte offene Traktor Pro 3 Version später erscheint. native-instruments.com NATIVE INSTRUMENTS TRAKTOR PRO 3 & TRAKTOR KONTROL S2 / S4 MKIII PIONEER DJ XDJ-RR Sieht aus wie, ist aber nicht. Pioneer hat frisch im September den Pioneer XDJ-RR veröffentlicht, der zugegeben aussieht wie der XDJ-RX2. Das ist kein großes Wunder, thematisch gehen die beiden Geräte in dieselbe Richtung, jedoch mit einigen Unterschieden. Der Größte ist sicherlich der Preis. Denn der XDJ-RX2 kostet rund 1.700 Euro, der XDJ-RR dagegen nur 1.150 Euro. Dabei sind beides All In One-Gerät. Media-Player mit integriertem Mixer, aber auch MIDI-Controller für eine DJ-Software. Natürlich ist der XDJ-RR speziell auf die Pioneer DJ-eigene Software Rekordbox DJ ausgelegt, diese befindet sich im Lieferumfang. Wer allerdings den Laptop lieber weglässt, kann den XDJ-RR auch mit USB-Speichermedien bespielen. Idealerweise natürlich mit Tracks und Playlisten, die vorher in der Rekordbox analysiert und erstellt worden sind. Dann macht der XDJ-RR die beste Figur und auch das Display wird sofort alle notwendigen Informationen anzeigen können. Hier findet sich ein Unterschied zum XDJ-RX2: Das Display vom XDJ-RR ist zwar vollfarbig, jedoch ist es kein Touch-Display. Weitere Unterschiede? Vier statt acht Performance-Pads, weniger Effekte und keine Anschlussmög- lichkeit für externe Zuspieler der Kanal-Züge. Nach wie vor aber gibt es große Jog-Wheels im CDJ-Design, Performance-Pads, zwei volle Kanal- züge im Mixer samt Sound-Color und Beat FX. Der XDJ-RR ist der XDJ-RX2 in abgespeckter Form, dafür aber deutlich kostengünstiger. pioneerdj.com
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