piste Hamburg 04/2018
PISTE.DE 049 METAL & PUNKROCK | AUF DER PISTE KENNSTE SCHON ...? Frontmann, Literat, Kinderbuchautor. Na, klingelt es? Die Stimme von „Letzte Instanz“. Neben dem äußerst erfolgreichen Projekt ein echtes Multitalent. Seine musikalische Karriere begann übrigens neben der typischen Schülerband ganz untypisch im Marinechor. Zum Glück ist er nicht bei Shanty und Co geblieben, sondern begeistert durch deutschsprachigen Rock, der durchaus immer noch Anleihen an die Mittelalterszene aufweist. HOLLY LOOSE DER einzig wahre Metalgod! Vergesst den sperrigen Namen, Freunde nennen ihn schlicht Rob. Sein Merk- mal, seine brutale Stimme, die eine Bandbreite von 4,5 Oktaven umfasst. Seine Liebe zur Musik entstand schon in frühen Jahren und bevor er zur Legend bei Judas Priest wurde. Sein privates Vorbild ist übrigens Frank Sinatra. Eine Vorliebe, die ich durchaus teilen kann. Neben Priest stand er in den letzten Jahren immer wieder Solo vor dem Mikro und hatte zwischenzeitlich eine weitere Band „Fight“ am Start. Nicht nur auf Studioalben ein Gänsehautfaktor, auch live in der Zwischenzeit wieder ein Garant für brutal geile Metalstimmung. ROBERT JOHN ARTHUR HALFORD CD-TIPPS TAREK MAGHARY Post-Grunge, Alternative, Modern Rock – nennt es, wie Ihr wollt. Im- mer noch schaffen die Kanadier, jenseits dieser Schubladen, ein- fach solide Scheiben abzuliefern. Mancher unterstellt, man hebe sich nicht genug von der Konkur- renz ab. Mag sein, dennoch eine Platte, die hörbar ist und Spaß macht. Hart, aber durchaus mit Melodie versehen und das Gan- ze in einer zeitgemäßen Produk- tion. THREE DAYS GRACE OUTSIDER Das letzte Album von Ministry. Also diesmal wirklich das letzte, das allerletzte. Das zumindest waren schon öfter die Worte von Al Jourgensen. Politik, die Zukunft und sonstige Missstände. Das sind wie gehabt die Themen, um die sich das Album dreht. Musi- kalisch bleibt alles beim Industrial. Also nichts Unerwartetes, nichts Innovatives. Aber eben auch nicht schlecht. Also ein rundum erwar- tungsgemäßes Scheibchen der Band. Ob man das noch endlos weiterführen kann, vermag ich beim besten Willen aber nicht zu orakeln. MINISTRY AMERIKKKANT Der Metal Son schlägt wieder zu. Mit neuer Scheibe und wirklich einem Händchen für perfektes Songwriting. Episch, wie man es erwarten kann, aber dennoch neu. Mitverantwortlich für dieses Prachtexemplar der Master an den Reglern, Frederik Nordström, der im hauseigenen Studio für das Feintuning gesorgt hat. Majesty beweisen einmal mehr, dass sie die Metalgemeinde zu recht mit ihrem mittlerweile neuntem Studi- oalbum beglücken. MAJESTY REBELS NIGHTWISH DECADES Mal wieder ein Best-Of-Album. Ja und nein. Eine Compilation, bei der man darauf geachtet hat, nicht einfach das letzte Best-Of aus 2005 zu doppeln. Hinzu kommen natürlich die Kracher und Hymnen der vergangenen Jahre. Also nicht nur eine Scheibe für eingefleischte Fans, sondern auch für Sammler und Neueinsteiger, die sich einfach einen guten Über- blick über das Wirken der Band verschaffen wollen. Dem Metal sein Sohn, selbsternannter MS (Metal Son). Dennoch nicht der uneheliche Sohn der offensichtlichen Vorbilder Manowar, sondern ein durchaus fähiger und charismatischer Frontmann. Schon die erste Scheibe schlug ein, wie Thors´ Hammer und fand sich in vielen Plattenschränken wieder. Nach nunmehr neun Scheiben, kann man mit Fug und Recht sagen, der Kampf mit Trollen, Drachen und sonstigen Unholden hat sich gelohnt. Tarek und seine Band Majesty haben mehr als ihre Daseinsberechtigung im Metalolymp. Kleine Anekdote, Ross the Boss, Manowar Gründervater, verewigte sich auf dem Debutalbum mit einem eingespielten Solo. © S. Bollmann
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