piste Hamburg 04/2018
PISTE.DE 019 TECH-NEWS | MULTIMEDIA Rotary DJ-Mixer sind voll im Trend. Auch wenn die Schlagzeile ein wenig klingt wie die Überschrift auf einer drögen TV-Zeitschrift, steckt nicht wenig Wahrheit in dieser Aussage. Rotary-Mixer erleben in der Tat gerade einen ziemlichen Aufschwung und mehr und mehr DJs interessieren sich für das Mixen mit einem Level-Poti, statt einem Linefader. Häufig sind Rotary-Mixer mi- nimiert auf ein oder zwei EQ-Bänder im Kanalzug, häufig gibt es keinen Gain, oder diesen nur rückseitig, häufig ist aber ein Master-Isolator ein Bestandteil des Mixers. Die Funktionen der Geräte am Markt sind häufig unterschiedlich, eines haben sie meistens jedoch gemeinsam: Unter 1.500 Euro wird man kaum einen Rotary-Mixer finden. Diese stammen meist aus kleinen Manufaktu- ren, sind handgebaut in kleiner Stückzahl und von hoher Qualität. Omnitronic liefert nun bereits den dritten Rotary-Mixer, der dem hohen Preis gegenüber steht. Der TRM-202MKIII ist die dritte Version, erhältlich seit Ende letztens Jahres für einen Preis von rund 450 Euro. Dafür bietet der TRM-202MKIII Inputs für Line- und Phono-Zuspieler auf beiden Kanälen, einen Master-Isolator mit drei Bändern, zwei EQ-Bänder und einen großen Rotary-Poti in jedem Kanalzug, Master- und Booth-Out, regelbar natürlich, sowie einen Mic-In, auch regelbar an der Oberseite. Einpegeln der Kanäle muss an der Rückseite durch kleine Schrauben vorgenommen werden – vor dem Spielen also. Punk- ten kann der TRM-202MKIII durch die verbauten Potis, denn sowohl an den Level-Potis, wie auch am Master-Isolator, wurden die ALPS RK27, auch Blue Velvet genannt, verbaut – der Klassiker unter den Potis für Rotary-Mixer, die sich auch in den hochpreisigen Modellen finden. Optisch, haptisch und funktionell macht der TRM-202MKIII einen guten Ein- druck – man darf sich aber natürlich nicht vormachen, dass das günstige Modell qualitativ hinsichtlich Verarbeitung und verbauter Materialien, noch weniger hinsichtlich der gerade bei Rotary-Mixern sehr wichtigen Klangqua- lität an die teilweise sehr hochpreisigen Modelle heranreichen kann. Hier sind die Unterschiede doch deutlich spürbar – allerdings auch im Preis. Der Omnitronic TRM-202MKIII ist aber ohne Frage seinen Preis wert und ein guter günstiger Mixer für Zuhause oder den kleinen Live- Einsatz für alle, die nicht das große Budget zur Verfügung haben. steinigke.de/omnitronic OMNITRONIC TRM-202MKIII Ortofon Tonabnehmer-Systeme sind seit Jahrzehnten der Standard im Bereich Tonabnehmer im DJ-Bereich, neben, das muss man fairerweise sagen, dem Shure M44-7. Die Ortofon-Systeme in den verschiedenen Ausführungen, über die Jahre entwickelt, spielen jedoch ohne Frage die größere Rolle am Markt. Sei es das Ortofon Pro oder Pro-S als solides Einsteiger- und Club-System, das DJ-S mit höherem Ausgangspegel, das Nightclub MKII als einziges System der Reihe mit elliptischem Schliff, das Scratch für, nun, was der Name schon sagt, oder das Digitrack für digitale Vinyl-Systeme. Nun folgt der Generationswechsel auf die Systeme MKII. Dabei gibt es nicht nur namentlich ein paar Änderungen, sondern auch technisch. Die neuen Bezeichnungen zeigen besser verständlich das empfohlene Einsatzgebiet der Systeme auf. Sei es das Mix als das neue Einsteiger-Systeme, Scratch, Club oder Digital. Technisch hat sich bei einigen Systemen der Ausgangspegel um wenige mV erhöht (beispielsweise das Mix mit 6 mV, statt vorherig das Pro / Pro-S mit 5 mV), das Tracking wurde bei allen Systemen verbessert und die Schwach-, bzw. Bruchstelle „Hebel“ wurde verändert. Bei den MKII Systemen ist der Griffhebel nicht mehr fest am System verbaut, sondern wird an einem kleinen Ring von hinten auf das System geschoben und kann so kostengünstig ersetzt werden. Preislich liegen die neuen Systeme auf dem Niveau der Vor- gänger. ortofon.com ORTOFON CONCORDE MKII
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