piste Hamburg 03/2018
KENNSTE SCHON ...? Manchmal auch „Coby Dick“, „Jonny Vodka“ oder „Dakota Gold“. Der Frontmann und die coole Sau von Papa Roach. Wer hätte gedacht, dass die Band mit einem der Smash-Hits im Jahr 2000 sich über fast zwei Jahrzehnte so hartnäckig und gut hält. Respekt! Ein Mann, der die musikalische Landschaft nachhal- tig beeinflusst hat. Als Sänger und als Styler. Und gemessen an anderen, bin ich der Meinung, dass vor allem die vorletzten beiden Alben sehr wohl an „Infest“ anknüpfen können. JACOBY SHADDIX Slipknot oder Stone Sour? Man behind the Mask oder frauentauglicher Rock. Egal. Der Mann kann und bedient beides. Ein echter Außnahmemukker, der mit beiden Bands und den jeweiligen Alben immer wieder begeistert und vor allem überrascht. Ach ja, und ganz nebenher noch erfolgreicher Ro- manautor. Ein wahres Multitalent. COREY TAYLOR CD-TIPPS Scheiße (die Redaktion möge mir den Kraftausdruck verzeihen), aber ich habe Pippi in den Augen. Mu- sikalischer Mastermind hinter Judas Priest, seit 1974 in der Band und verlässlicher Garant für geile Hooks und Riffs. Und seit 10 Jahren an Parkinson erkrankt. Was bisher keine merklichen Einschränkungen brachte, bedeutet nun das Aus. Zumindest für die aktuell angekündigte Tour. Ich wünsche mir, dass Mr. Tipton noch viele, soweit es die Krankheit erlaubt, erfüllte Jahre vor sich hat. Cheers! GLENN TIPTON Mehr als 12 Songs braucht kei- ne gute Scheibe?Weit gefehlt! Wenn es sich um ein solch wuchtigesWerk, wie die neue Therion handelt, dann müssen es sogar mehr sein. Nämlich ganze 46(!). Da es sich aber hierbei um eine wirkliche Me- tal-Oper handelt, ist das auch verständlich. „Hatten wir schon alles“, höre ich schon wieder die Stimmen im Hintergrund raunen. Richtig, hatten wir schon. Aber Christofer Johns- son kann es eben auch. Eine leichte Verbeugung Richtung Schweden meinerseits. THERION BELOVED ANTICHRIST Nix Metal. Aber Rock’n’ Roll. Und das seit nunmehr 20 Jahren. Da die Jungs mit ihrer Turbojugend ja eine feste Bindung zu Hamburg und zum Kiez haben, kann man diese Scheibe gar nicht unbeachtet lassen. Viel Syn- thie, viel 80er Sounds, viel Spaß garantiert. Für manche zu viel des Guten, für mich einfach mal wieder ´ne tanz- bare Scheibe. Andererseits, wer will mich schon ernsthaft tanzen sehen. TURBONEGRO ROCKNROLL MACHINE SAXON THUNDERBOLT Schwierig. Wirklich schwie- rig, eine Scheibe zu be- schreiben, von der man kei- ne unvorhersehbaren Dinge oder gar Songs erwartet. Aber umgekehrt, man weiß halt, was man bekommt. Daher Daumen hoch, für die britischen Urgesteine der NWOBHM. Solide Schei- be, treibende Oldschool Riffs und Biffs schneidende Stimme, die über allem schwebt. Rundum gelungen. Wo Saxon druff steht, is halt auch der Adler drin. © Jarle H Moe © Mina Karadzic WWW.GROSSEFREIHEIT36.DE FACEBOOK.COM/ENDLICHFREITAG
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