piste Hamburg 03/2018
044 PISTE.DE AUF DER PISTE | ELEKTRO & HOUSE Hamburg, eine Stadt im Umbruch. Im- mer mehr unschöne Nachrichten ma- chen die Runde. Der kleine Höcker an der Ecke wird vertrieben, die alte Bar oder Kneipe, der Schreibwaren- oder Elektro-Händler. Das böse Wort mit G. Die Planierraupe der Rendite schlägt wieder zu, verwüstet die Stadt, tötet die Kultur, tötet Läden, die Straßen und Viertel lebenswert gemacht haben über Jahre, zerstört Existenzen. Immer wieder flammt die Diskussion auf, wo es hinge- hen soll mit Hamburg. 2011 schrieb die Zeit so ehrlich einen Artikel mit dem Ti- tel: „Schluss mit klot- zig“. Der Link dazu http://www.zeit. de/2011/48/ Hamburgs-Haess- lichkeit. Wenn der Link schon mehr weiß als Politiker und Stadtplaner, Architekten oder Inves- toren. 7 Jahre vergangen. Abgerissen und saniert wird weiterhin. Die „Alten und Kleinen“ gehen, ersetzt durch fan- cy was-auch-immer-Läden, die nur ein fancy was-auch-immer-Lebensgefühl ver- kaufen. Hauptsache Glas-Fassade. Alles neu, alles schön. Am Ende nur neu ge- bauter Leerstand. Hallo Hamburg. Nun trifft es Zardoz, den großen All-Sor- timent Plattenladen am Schulterblatt. Zum Sommer 2018 ist dort Ende. Damit schließt einer der größten Plattenläden Hamburgs, vielleicht ohne Ersatz, nach 30 Jahren bestehen, nach 15 Jahren am Schulterblatt. Damit ist er nicht der ers- ten Plattenladen, der nicht mehr in der Schanze zu finden ist. Nur ein weiteres Zeichen einer Stadtentwicklung, von der nicht das Lebensgefühl der Hamburger profitiert. Einwohner? Pff… wir brau- chen mehr Olympia! News kurz vor Redaktionsschluss: Zar- doz bleibt erhalten und wird bald in der Markstraße zu finden sein. YEAH! BOLLE KOLUMNE WHOMADEWHO 3. MÄRZ | MOJO 2014 war WhoMadeWho plötzlich da, in der elek- tronischen Musikszene. Eigentlich ist die dänische Band eher einzuordnen im Bereich Elektro/Disco und das schon viele Jahre länger. 2003 gegründet, folgte 2005 das erste Album der drei, die aus den Bereichen Jazz, elektronischer Musik und Rock stammen. Ein wenig zusammengewürfelt, entlädt sich die breite musikali- sche Vielfalt seitdem in diversen Alben, Green Versions (2009), The Plot (2009), Knee Deep (2011), Brighter (2012) und Dreams (2014). Zurück zum ersten Satz: Von dem Album Dreams wurden 2014 einige Tracks ausgekoppelt als Remixe. So veröffentlichte Maeco Plex auf seinem eigenen Label Ellum 2014 die „WhoMa- deWho Remixe“ EP mit einem Remix von Heads Above mit großem Erfolg. Ebenso gibt es den nicht weniger bekannten Remix des Tracks Dreams von Adriatique im Jahr 2015. Aber um Remixe geht es nicht am 3. März im Mojo, denn hier spielen WhoMadeWho ihr neues Album und sicher nicht nur das. Dieses ist nämlich frisch in 2018 erschienen und trägt den Titel „Through The Walls“. mojo.de WEIRD FESTIVAL #14 3. MÄRZ | DOCKS / PRINZENBAR Michael Mayer (Kompakt), Frankey & Sandrino (Innervisions), Solee live (Parquet), Britta Arnold (Kater Blau), Madmotormiquel (URSL), Miyagi (Ein- musika), Dansir (Lausbuben), Mikah (Lost Diaries), Pauls Büro (Goodlivin), Rob.Me (This Ain‘t Bristol), Bambi, Hansen & Seibert, Clausie. So schreibt sich das Programm für das 14. Weird-Festival im Docks, in der Prinzenbar und im Ziegelsaal. Eine bunt gemischte Truppe für eine lange Nacht auf drei Floors mit viel Besuch aus Berlin. Karten gibt es übrigens im VVK. weird-festival.de PAN POT 16. MÄRZ | PAL Die beiden Jungs von Pan Pot sind regelmäßig zu Gast in Hamburg. Seit Jahren sieht man sie circa ein Mal pro Jahr bei uns Spielen, an allen anderen Tagen rei- sen sie um die Welt und spielen die wirklich großen Festival oder sitzen im Studio, um den seit Jahren eben- so nicht anhaltenden Fluss an Releases aufrecht zu er- halten. Vor 14 Jahren das erste Release als Pan Pot. Nach wie vor ist die Confronted, 2009 erschienen auf Mobilee, einer der Hits für mich, irgendwo eingeord- net zwischen Minimal und Techno. Neben Releases auf vielen namhaften Labels führen die beiden seit 2004 ihr eigenes Label mit dem Namen Second State, auf dem sie neben Acts wie Michael Klein, Amelie Lens, BEC, The Reason Y oder Stephan Hinz auch das letzte eigene Album veröffentlicht haben. pal-tv.de
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