piste Hamburg 03/2018

018 PISTE.DE LIFESTYLE | TECH-NEWS Ein MIDI-Controller anstatt eines Club-Setups bestehend aus Mixer und CD-/ Media-Playern wie den Pioneer DJ CDJs? Warum sollte man dies empfehlen? Ganz einfach: Weil es funktionieren kann, Platz und viel Geld spart. Der Pioneer DJ DDJ-1000 kombiniert Haptik und Funktionen von einem Pioneer DJM inklusive der Sound Color und der Beat FX auf vier Kanälen mit den Funktionen zweier CDJs inklusive der großen Jog-Wheels. Spielen tut man jedoch nicht Tracks vom USB-Stick, sondern aus der Pioneer hauseigenen DJ-Software Rekordbox DJ. Eine Lizenz kommt kostenfrei zum Controller mitge- liefert. Natürlich aber kann man aus dieser Software die Tracks und Playlisten 1:1 auf ein USB-Speichermedium synchronisieren und damit im Club auf dem CDJ/DJM-Setup spielen. So ist der Schritt in den Club schnell gemacht, Tracks sind analysiert, Playlisten wie in der Software am CDJ abrufbar. Mixer und Control-Decks bieten nahezu identische Funktionen zu DJM und CDJ. Vor al- lem der 4-Kanal-Mixer ist ein nahezu Pendant zum DJM- 900NXS2. Pluspunkt: An ihm können auch externe Zuspieler wie Interfaces oder Plattenspieler an- geschlossen werden. Mit einem Preis von 1.199 EURO ist der DDJ-1000 nicht nur funktionell, son- dern auch finanziell eine sehr gute und günstige Alternative zu zwei CDJs/ XDJs und einem DJ-Mixer wie einem DJM. pioneerdj.com Das wäre das perfekte Weihnachts-Geschenk gewesen für jeden DJ, Stu- dio-Enthusiasten und Musik-Technik-Frickler. Too late to run. Nun muss man auf den Geburtstag hoffen, auf Ostern oder auf den Inhalt des eigenen Geld- beutels. Aber, es lohnt sich. „Push Turn Move – interface design in electronic music“ ist der Titel und auch, wenn man sich so direkt noch nicht viel vorstellen kann, das Buch ist hat es in sich. Rund 75 Euro ärmer, rund 2 Kilogramm reicher und 351 vollgepackte Seiten später wird man in diesem Buch ge- fühlt alles Lesen können über das Design, den Aufbau und die Ideen hinter gefühlt jedem elektronischen Musik-Erzeuger oder Software. Nach einem Vorwort von Jean-Michel Jarre geht es damit auch direkt und kompromisslos los, unterteilt in Kategorien, die man ansonsten MIDI-Controller, Synthesizer, Step-Sequenzer oder Modular- Systeme nicht unbedingt erwarten würde. Ein- druck gefällig? „User“ mit Sub-Kategorien wie „User- Centric Design“, „Human Factor Loads“ oder „Usable“ und „Enjoyable“, „Sound“ mit Kategorien wie „Sound & Frequency“, „Notes & Scales“ oder „Aplitude & Volume“. Dazu wird sich über Controls aller Art wie Knobs, Fader, Wheel und Sensoren ausführ- lich unterhalten wie auch über das Layout der Geräte und natürlich über die Konzeption. Dabei geht es von Signal-Flow über Matrixen und Mixer bis hin zu Semi- oder rein Modularen Systemen. Von Moog bis Ableton, von Roger Linn bis Dave Smith, von Skinnerbox bis Ean Golden, vom Blofeld über die große Yamaha Console bis hin zum Moog Werkstatt-01 Kit. Wer genügend Nerd ist wird dieses Buch lieben. pushturnmove.com PUSH TURN MOVE PIONEER DDJ-1000

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