piste Hamburg 02/2018

042 PISTE.DE AUF DER PISTE | ELEKTRO & HOUSE IN PHASE 3. FEBRUAR I PAL Aleksi Perala Live (Rephlex Records, UK). Dazu Answer Code Request (Ostgut Ton, MDR Records, das Marcel Dettmann Label) mit einem fünf Stunden Set – damit ist eigentlich alles gesagt. Das PAL legt wie- der kompromisslos ein geniales Booking aufs Parkett. Nach der Ansage könnte das PAL eigentlich den Rest des Monats schließen und hätte genug getan für den ganzen Rest-Monat. Aber keine Sorge, das tut es nicht. Da kommen im Februar noch so einige Geschichten, Erobique hab ich zum Beispiel gelesen. Aber das Booking hier spricht Bände. pal-tv.de STILL TECHNO PRES. VINICIUS HONORIO
 9. FEBRUAR I FUNDBUREAU Still Techno in Runde 3. Dazu eingeladen ist Vi- nicius Honorio. Der aus Brasilien stammende DJ und Produzent, der derweil London seine Hei- matstadt nennt, hat als klassischer DJ begonnen – man möchte es kaum glauben – auf Schulpartys Ende der 90er Jahre. In den folgenden Jahren begann seine Karriere mit internationalen Touren und verschiedenen Alben und EP-Releases im Drum&Bass-Bereich. Erst viele Jahre später wiederum verschlug es Vinicius in den Techno-Bereich, in dem er mit Releases auf einem der Labels von Dubspeeka, Skeleton oder auf dem Label Elevate von Pig&Dan auf sich aufmerksam machte. 2017 dann kam der Kontakt zu Adam Beyer und vier Tracks auf dessen Label Drumcode. Spätestens damit dürfte alles Wichtige gesagt sein. Support gibt es unter anderem vom aktuell sehr fleißigen Thomas Hoffknecht, der gerade frisch auf dem Label von DJ Emerson seine Woodpecker EP veröffentlicht hat, mit Remixen von Carlo Ruetz und Michael Klein. Glückwunsch dazu! fundbureau.de 25 Jahre PISTE Hamburg. Ich erinnere mich genau nicht daran, wie das alles be- gann. Damals, vor 25 Jahren, war ich sie- ben Jahre alt. Ich übte fleißig in der ersten Klasse der Grundschule die formschönen Buchstaben in Schreibschrift. Ich gebe zu: Meine Schrift war damals hundsmiserabel. Daran hat sich bis heute auch nichts ge- ändert. Gut lesen und sicherlich weniger formschön schreiben gelernt waren mei- ne ersten Berührungen mit dem Magazin PISTE erst Jahre später. Sicherlich vom Wunsch des Blickes in die große weite Welt der Feierszene getrieben wurde diese immer durch- geblättert. Sie lag aus in dem Second- hand-Plattenladen, in dem ich viele Jahre gearbeitet habe. Die PISTE wusste damals schon im lo- kalen Rahmen was cool ist – und was nicht. Ganz cool war man natürlich, wenn man auf der letzten Seite sein Antlitz auf einem der Partyfotos wieder fand. Selbst wenn es im Hinter- grund war, verschwommen, kaum erkenn- bar, man war da – und jeder konnte es sehen. Dachte man zumindest. Das ist, was zählt. Damals war alles noch bunt. Schwarz und Rot dominierten, dazu viele bunte Fotos. Von einem klaren Layout war nicht viel zu erkennen und nun ja, die Geschichten dar- an haben einen Jugendlichen wohl so sehr interessiert wie die Texte in diesem einen bestimmten Herrenmagazin ... 25 Jahre nach dem Start hat sich viel ge- tan, cleaner ist die Hamburger PISTE ge- worden. Weiß statt Schwarz, Inhalt statt vieler bunter Bilder. Im und außerhalb des Nachtlebens, mehr Musik, mehr Kultur, mehr von Hamburg. Die PISTE Hamburg hat sich zu einem Magazin entwickelt, für welches ich nicht nur gern schreibe, son- dern welches ich auch gern durchblättere und hängen bleibe, immer wieder, an Ar- tikeln, die ich eigentlich in diesem Maga- zin nicht erwartet hätte. Vielleicht liegt es daran, dass ich älter geworden bin. Selbst wenn. Älter als die PISTE bin ich eh schon und die PISTE altert nicht. In diesem Sinne: Hol di fuchtig! BOLLE KOLUMNE TRENTEMØLLER (DJ-SET)
 9. FEBRUAR I UEBEL&GEFÄHRLICH Der Mann aus dem Norden macht erneut ei- nen Besuch in Hamburg. Ich persönlich halte Trentemøller für einen der besten Produzenten elektronischer Musik seit vielen Jahren. Bei Trentemøller schwirrt mir immer ein Vergleich zu Moby im Kopf herum, seine Live-Shows sind kleine Konzerte und sein musikalischer Output bewegt sich zwischen brachialen Techno-Brettern und sphärischem Pop. Die Moan EP auf Pokerflat dürfte noch vielen im Kopf rumschwirren, ebenso die Remixe für Röyksopp. Auch die Pet Shop Boys gehörten bereits zu seinen Remix-“Kunden“. Sein letztes Studioalbum Fixion aus 2016 läuft bei mir nach wie vor auf Dauerschleife und gehört zu den seltenen Alben elektronischer Musik, die von vorn bis hinten in einem genussvollen Zug hörbar sind. Am 9. Februar kommt Trentemøller leider nicht für eine Live-Show, aber für ein nächtliches DJ-Set, welches nicht weniger empfehlenswert ist. uebelundgefaehrlich.com

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