piste Hamburg 01/2018
PISTE.DE 043 METAL & PUNKROCK | AUF DER PISTE Den meisten bekannt als Basser der Mitbegründer der Glam-Rock-Szene Mötley Crüe. Typisches Kind der 80er, Drogenliebhaber und zweimal fast an einer Überdosis das Zeitliche gesegnet. Zum Glück ist er aus der ganzen Nummer raus und konnte clean die Crüe mit seinen Mitstreitern beenden. Nebenher frickelt er auch an Projekten wie SIXX:A.M und verarbeitete gerade auf dem Debutalbum wohl eine ganze Menge Autobiographisches. Privates? War mal mit Kat van D zusammen, die wohl auch einen Teil seiner Tattoos vollbracht haben soll. NIKKI SIXX – FRANK CARLTON SERAFINO FERANNA VOLLBEAT! Ja, den meisten mittlerweile zu kommerziell. Ich liebe sie. 2006 gaben die Jungs eines ihrer allerersten Konzerte in Deutschland im guten alten Ballroom. Schon damals in echtes Brett. Und Dank der Vorgängerband Dominus, die noch mitten im Death-Metal angesiedelt war, kann der Mann neben Elvis-Metal eben auch wirklich bösartig growlen. Und ja, die Ladies stehen bestimmt auch ein wenig wegen seines guten Aussehens auf den Typen. MICHAEL SCHØN POULSEN – FREUNDE NENNEN IHN MICHAEL Hinter diesem sperrigen Namen verbirgt sich ein wirklich patentes Kerlchen. Ob Solo als „Der Schulz“ oder in seinen aktuellen Band „Unzucht“, der Mann weiß, was er tut – und hebt sich wohl- wollend von den unzähligen deutschsprachigen Stimmen und Bands ab. Ich hatte das Vergnügen, ihn vor unzähligen Jahren ganz alleine auf der Bühne des Ballroom Hamburg zu erleben, und vor einigen Wochen erst auf großer Fahrt mit Eisbrecher im Mehr! Theater. Beide Male ein nicht zu vergleichendes, aber unvergessliches Erlebnis. CHRIS LAUT – DER MANN HEISST WIRKLICH SO KENNSTE SCHON ...? Hottest Chick in Metal, Veganismus und Death Metal. Geht das? Ja, das geht. Mit Alissa White-Gluz am Mikrofon und Michael Amott an der Klampfe schaffen Arch Enemy auch mit ihrem neuesten Werk wieder fast Unmögliches. Ein zeitgemäßes Album, das melodiös, überraschend und vor allem eines ist: ein Schlag in die Fresse. Must-have für die roman- tischen Momente des Metallers. Jeff, Jeff, Jeff. Wo Annihilator drauf- steht, war ja schon immer viel Jeff Waters drin. Aber diesmal hat sich der Mastermind selbst übertroffen. Nur zwei Jahre nach dem letzten Al- bum – und ich wage zu behaupten, eine der besten Scheiben der Band schlechthin. Anspieltipp? Gibt es nicht. Durchgängig hörbar. ARCH ENEMY WILL TO POWER ANNIHILATOR FOR THE DEMENTED Schon wieder ne neue Scheibe aus Schweden? Jupp. Und wieder eine Scheibe, die zeigt, wo in den letzten Jahren der Thrash-Black-Metal-Rock- Heavy-Hammer hängt. Was in den 80ern das United Kingdom und die Staaten waren, ist mittlerweile der skandinavische Raum: Ein Garant für saugeile, harte Bands und eben- solche Platten. Kaufbefehl! Die Jungs sind brillant wie immer. WITCHERY I AM LEGION CD-TIPPS
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