piste Lübeck 12/2019

064 PISTE.DE JOB & ZUKUNFT | RATGEBER Fotos: 1 daniela-fotografie.de | 2 nyul - stock.adobe.com Wie in der letzten Ausgabe angekündigt, geht es nun weiter mit dem Blick hinter die Kulissen des 1. BarCamps „Berufswahl statt Berufsqual“ an der Baltic Schule. Was war auf dem BarCamp sonst noch los? Neben der bereits beschriebenen VOR- STELLUNGSRUNDE und der Erklärung, was eigentlich SESSIONS sind, komme ich heute zu zwei weiteren Elemente des BarCamps. MUSIK: Zu Beginn zog uns das Lied von Bodo Wartke „Das fal- sche Pferd“ mitten ins Thema und half uns, wach zu werden. Hier ein Auszug: „Stell dir vor, wir Menschen würden von nun an nur noch Dinge tun, die wir wirklich gerne tun, sprich: aus Liebe handeln, und fortan all das lassen, was wir hassen – was wäre dann?“ Wir hätten dadurch z. B. endlich gutes Fernsehen, und die richtigen Leute wären Bäcker oder Bänker, Krankenschwestern oder Staatenlen- ker …“ FRANZISKA RAABE BERUFSWAHL STATT BERUFSQUAL MEIN CHEF ICH UND DIE ARBEIT WANN BEKOMME ICH EIN ARBEITSZEUGNIS? Arbeitsrecht alltäglich Nicht immer steht ein Arbeitszeugnis am Ende einer Beschäftigung. Wenn man einen guten Grund vorweisen kann, kann man ohne schlechtes Gewis- sen ein Zeugnis verlangen. Und: Man kann auch dabei helfen. Arbeitszeugnisse sind wichtig, um bei späteren Bewerbungen den Lebenslauf zu belegen und die eigene Qualifikation zu zeigen. Grundsätzlich darf man immer von seinem Arbeitgeber ein Zwischen- zeugnis verlangen – wenn ein wich- tiger Grund vorliegt, muss der Arbeitgeber dem auch unverzüglich nachkommen. Wichtige Gründe sind das Ende der Probezeit oder ein gravierender Wechsel des eige- nen Arbeitsumfeldes – andere Abteilung, anderer Chef. Man sollte immer ein qualifiziertes Zeugnis verlangen: Darin steht nicht nur eine ausführliche Arbeitsplatz- beschreibung und die Dauer der Beschäftigung, sondern auch eine – immer wohlwollend formulierte – Bewertung der eigenen Arbeitsleis- tung. Ein einfaches Zeugnis besitzt diese Bewertung nicht. Wenn man die Beschäftigung ver- lässt, hat man spätestens am letzten Tag des Arbeitsverhältnisses Anrecht auf ein qualifiziertes Zeugnis. Man darf aber schon ab dem Zeitpunkt der Kündigung ein vorläufiges Zeug- nis verlangen – um sich zum Beispiel um neue Arbeit zu kümmern. Je nach Verhältnis zum Chef kann man auch anbieten, bei der Abfas- sung des Zeugnisses zu helfen. Gerade in kleineren Firmen freut sich ein überlasteter Chef, wenn da jemand die Arbeit übernimmt. Aller- dings sollte man sich dafür zum einen mit der „Zeugnissprache“ auskennen und zum anderen die eigene Leistung auch realistisch und selbstkritisch einschätzen können. 2 1 Neugierig? Dann öffne das Video über diesen QR-Code Mit neuen Fragen im Kopf und voller Erwartung ging es dann weiter. Wie verändern sich die Berufe in der Zukunft? Damit auch nach dem BarCamp klar ist, dass die SchülerInnen in kleinen Gruppen ihren eigenen Fragen nachgehen können, wurde gezeigt, wie man sich dazu unkompliziert Experten an die Schule holt. Per Liveschaltung holten wir uns einen Profi direkt in die Aula. Er sprach unter anderem über die Veränderung von Berufen infolge der Digitalisierung, und wir stellten ihm viele Fragen. Doch wie genau organisiert man seine Fragen und Ziele? Dazu mehr in der nächsten Ausgabe. Alle bisherigen Artikel findest du übrigens bei Instagram unter berufswahl_statt_berufsqual

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